© APA/EXPA/ JOHANN GRODER

Chronik Österreich
11/04/2021

Kaltfront bringt 40 Zentimeter Schnee im Gebirge

Viel Niederschlag im Westen, der große Regen im Osten bleibt aber weiterhin aus

von Anja Kröll

Frau Holle gibt im Westen Österreichs ein erstes kräftiges Lebenszeichen von sich. In Kärnten, Osttirol, Tirol oder Vorarlberg kann man sich schon auf eine weiß angezuckerte Landschaft freuen. „Wir erwarten besonders von den Karnischen Alpen bis zu den Karawanken Schnee bis in die mittleren Lagen, also auf rund 800 Meter Seehöhe“, erklärt Ubimet-Meteorologe Michele Salmi.

Kaltfront trifft Italientief

Grund ist eine Kaltfront aus dem Westen, die mit einem Italientief zusammentrifft. Der Regen- bzw. Schneeschwerpunkt dürfte in Kärnten und Osttirol liegen. Hier werden 40 bis 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erwartet, an der Grenze zu Italien sogar bis zu 80 Liter. „Das sind kräftige Mengen an Regen, aber die Auswirkungen dürften recht gering sein. Obwohl der Boden in den betroffenen Regionen in den vergangenen Tagen bereits viel Regen aufnehmen musste, ist dieses Mal die Schneefallgrenze niedrig und somit Überflutungen unwahrscheinlich“, erklärt der Wetterexperte.

Im Osten kaum Regen in Sicht

Im Tal wird mit extrem nassen Schneefall gerechnet. Die Asfinag hat in Tirol und Vorarlberg ihren Winterdienst aktiviert und ersucht alle Autofahrer, auf ihre Winterausrüstung zu achten.

Für alle, die sich schon auf den Start der neuen Skisaison freuen, bedeutet die Prognose allerdings Grund zur Freude: Auf den Bergen dürften ab einer Höhe von 1.500 Metern rund 40 Zentimeter Neuschnee hinzukommen.

Von Salzburg über Oberösterreich bis nach Wien treffen hingegen mildere Luftmassen ein. Mit Regen ist nur am Donnerstag zu rechnen – was beim Waldbrand im Rax-Gebiet nur für kurze Erleichterung sorgen dürfte. Ab Freitag zeichnet sich für die Osthälfte des Landes dann wieder freundlicheres Wetter ab. Im Westen bleibt die Kälte in höheren Lagen bis Anfang kommender Woche wetterbestimmend.

Der Niederschlag ist für die Natur jedenfalls dringend notwendig. Der Oktober geht in die Wettergeschichtsbücher als jener Monat ein, in dem um 53 Prozent weniger Niederschlag gefallen ist als im langjährigen Durchschnitt.

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