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Chronik Österreich
04/13/2021

Johnson & Johnson-Lieferung in Österreich angekommen

Die erste Charge von 16.800 Dosen wurde heute geliefert. In Summe hat Österreich 2,5 Millionen Impfdosen bestellt.

Heute, Dienstag, sind die ersten Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson in Österreich eingetroffen. Insgesamt wurden 16.800 Dosen geliefert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bestellt wurden 2,5 Millionen Dosen.

Die nächste Lieferung von 31.200 Vakzinen wird für die Kalenderwoche 17 erwartet. Die folgenden Auslieferungen sind noch nicht fixiert.

Gestern erst sind 26.400 Impfdosen von Astra Zeneca in Österreich eingetroffen - eine Nachlieferung. Ursprünglich hätte der schwedisch-britische Hersteller 5.090 Ampullen (ca. 50.900 Dosen) schon die Woche davor liefern sollen, vermeldete einen kompletten Lieferausfall, versprach aber gleichzeitig, schnellstmöglich nachzuliefern, wenngleich auch nur etwas mehr als die Hälfte der Menge.

Zuletzt gab Johnson & Johnson bekannt, dass 15 Millionen Dosen nach einer Panne in einem US-Werk versehentlich kontaminiert und somit für unbrauchbar erklärt werden mussten. 

Der Hersteller zeigte sich allerdings überzeugt, dass ungeachtet der Schwierigkeiten die Lieferzusagen an die EU eingehalten werden können. In der Tat begann dann am Montag die Auslieferung an die EU-Staaten. Die EU-Kommission erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. 

Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen viele Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird.

Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde. Eine Unternehmenssprecherin erklärte in Neuss, die am Montag gestarteten Lieferungen seien der erste Schritt, "um die Verpflichtung des Unternehmens zur Lieferung von 200 Millionen Dosen an die Europäische Union sowie nach Norwegen und Island im Jahr 2021 zu erfüllen".

In den USA wird das Vakzin schon länger eingesetzt. Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff Johnson & Johnson prüfe. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die EMA betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Österreich: Impfungen nehmen Fahrt auf

Die vorige Woche hat - nach drei schwachen Wochen - einen neuen Impfrekord gebracht: mit 331.581 wurden so viele Corona-Schutzimpfungen registriert wie noch nie.

Verantwortlich dafür war auch die zweite Runde der Sonderimpfaktion im Tiroler Bezirk Schwaz.

Sollziel: 43.000 Impfungen pro Tag

Mehr als 1,5 Millionen in Österreich haben bereits die erste Impfung bekommen, 633.422 Menschen haben bereits vollständigen Impfschutz. Allein am Montag wurde 32.326 mal geimpft. 

Zur Erreichung des von der Regierung ausgerufenen Ziels, bis Ende Juni zumindest zwei Drittel der Bevölkerung eine erste Dosis zu verabreichen, ist allerdings eine deutliche Erhöhung der Schlagzahl nötig. Insgesamt haben vorige Woche nämlich 203.725 Personen ihre erste Impfung erhalten, also durchschnittlich 29.103 pro Tag. Bei dieser Geschwindigkeit würde das Impfziel erst im August erreicht. Nötig wären knapp 43.000 Erstimpfungen pro Tag.

Die Regierung geht allerdings davon aus, dass in den kommenden drei Wochen 1,1 Millionen Impfdosen verfügbar sein werden, womit eine weitere leichte Beschleunigung des Impftempos möglich sein sollte.

Das Rückgrat des heimischen Impfprogramms ist weiterhin der Wirkstoff von Pfizer: fast sieben von zehn Impfungen wurden damit durchgeführt (69 Prozent). Auf Astra Zeneca entfällt nicht einmal jede vierte Impfung (23 Prozent), auf Moderna weniger als ein Zehntel (acht Prozent).

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