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Chronik Österreich
04/22/2021

Impfdosen verschwunden: Polizei ermittelt in Villach

In einer Impfstraße in Villach wurden seit Februar insgesamt 175 Impfdosen als fehlend gemeldet. Anzeige wurde erstattet.

In der Impfstraße in Villach fehlen laut aktuellen Aufzeichnungen 35 Impfdosen, seit Februar wurden am gleichen Standort 175 Dosen als fehlend gemeldet.

Wie der Landespressedienst Kärnten am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, war vorerst nicht klar, was mit diesen Impfdosen passiert ist, beziehungsweise ob und wie sie verschwunden sind. Jedenfalls wurde Anzeige bei der Polizei erstattet, die Ermittlungen aufgenommen hat.

Laut Gerd Kurath vom Landespressedienst handelt es sich um Impfstoff der Marke Biontech/Pfizer. Sind die Ampullen angebrochen, so muss der Impfstoff innerhalb von vier bis fünf Stunden verabreicht werden. Generell sei der Weg der Impfdosen genau nachvollziehbar: "Von der Bestellung über den Transport in die Impfstraße, die Verwahrung und Verwendung erfolgen genaue Aufzeichnungen und gibt es die jeweils nötigen Bestätigungen bei Übergaben", hieß es in der Aussendung.

Detaillierte Aufzeichnungen gebe es auch vom Impftag selbst bis hin zu den übrig gebliebenen Impfdosen.

Mit einem anderen Problem, nämlich übrig gebliebenem Impfstoff, waren die Verantwortlichen am Wochenende bei den zwei Impfstraßen in Klagenfurt und Spittal an der Drau konfrontiert. Nachdem alle, die zu ihrem Impftermin gekommen waren, geimpft waren und auch die Warteliste abgearbeitet war, blieben insgesamt 350 Impfdosen übrig, bestätigte Kurath eine Meldung des ORF Kärnten. Die übrig gebliebenen Dosen seien dann am (gestrigen) Dienstag durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) verimpft worden.

Dass Impfwillige nicht zu einem zugesagten Termin kommen würden, komme laut Kurath immer wieder vor, wofür es auch mehrere Gründe gibt: "Manchmal haben die Leute in der Zwischenzeit schon von ihrem Hausarzt eine Impfung bekommen, es kommt auch vor, dass Leute wegen Krankheit den Termin nicht wahrnehmen können." Ohne eine Warteliste könne man schon allein deshalb nicht arbeiten. Verimpft werde jedenfalls alles, was man zur Verfügung habe, versicherte Kurath.

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