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Chronik Österreich
03/28/2021

Illegale Corona-Partys: Die Polizei als Spielverderber

Zahlreiche Feierlichkeiten in der Nacht auf Samstag in Wien und in OÖ aufgelöst. Sogar im Lager eines Supermarktes wurde gefeiert.

von Patrick Wammerl, Anja Kröll

Das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, privaten Treffen und der ein oder anderen Feierlichkeit dürfte immer größer werden. Am Wochenende wurde die Polizei in einigen Bundesländern wieder zum Spielverderber, was illegale Zusammenkünfte und Corona-Partys anbelangt. 

In Wien-Fünfhaus wurde die Polizei Samstagabend gegen 23.30 Uhr auf Grund von Partylärm alarmiert. In einer Wohnung stießen die einschreitenden Beamten schließlich auf 15 feiernde Personen, die sich nicht an die Bestimmungen der Covid-Verordnung hielten. Unter den Partygästen war auch ein 32 Jahre alter Bulgare, der auf Grund eines widerrechtlichen Aufenthalts in Österreich festgenommen wurde. Die restlichen Personen wurden angezeigt und die Feier beendet.

Im Lager wurde es feuchtfröhlich

Eine eher ungewöhnlichen Ort für ihre Feierlichkeiten hatten sich Mitarbeiter einer Supermarktkette in der Johnstraße ausgesucht. gegen 1.00 Uhr nachts wurden Bewohner auf das merkwürdige Treiben in dem Geschäft aufmerksam und riefen die Polizei. Die Mitarbeiter des Marktes feierten in einem Lagerraum der Filiale und konsumierten dabei jede Menge alkoholische Getränke. Die Beamten lösten die Feierlichkeiten auf und erstatteten Anzeigen nach der Covid-Verordnung.

Ohne Mund-Nasen-Schutz

Doch auch in Westösterreich ging es am Wochenende bei Corona-Partys fröhlich zu.  In Oberösterreich hat die Polizei am Samstag gleich zwei „Corona-Partys“ aufgelöst. In einer Garage in Sankt Peter am Wimberg (Bezirk Rohrbach) haben 14 Erwachsene ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Einhaltung des Zwei-Meter-Abstandes an einer Geburtstagsfeier teilgenommen, wie die Landespolizeidirektion Oberösterreich informierte. In Niederwaldkirchen wurden elf Personen angezeigt, die in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus ebenfalls Geburtstag feierten.

Der Hinweis auf die Party in Sankt Peter kam aus der Bevölkerung. Daraufhin fuhr eine Streife der Polizeiinspektion Sankt Martin im Mühlkreis zu der Garage und führte eine Kontrolle auf Einhaltung der Covid-19-Maßnahmen durch. Die dort angetroffenen Personen gaben laut Polizei teilweise an, sie hätten bereits eine Corona-Infektion hinter sich und negative Corona-Antigentests. Als die Streife an diesem Abend wegen einer angezeigten Lärmerregung auf die zweite „Corona-Party“ gestoßen war, rechtfertigten sich die Leute in Niederwaldkirchen ebenfalls mit negativen Corona-Antigentests.

Ebenfalls nach einem Hinweis aus der Bevölkerung gesprengt wurde eine Garagenparty in Tirol. Ein anonymer Anrufer schlug am Samstag kurz nach 20 Uhr bei der Polizei Alarm, dass in einer Garage in Radfeld mehrere Personen feiern würden. Eine Streife traf kurze Zeit später ein und konnte dort elf Personen ohne Mindestabstand und Maske eintreffen, welche ausgelassen feierten. Die Personen werden wegen Übertretung nach dem COVID-19-Maßnahmengesetz zur Anzeige gebracht.

Autounfall nach Corona-Party im Gartenhaus

Nicht nur mit einem Polizeieinsatz, sondern noch dazu mit einem Autounfall endete eine Coronaparty in Salzburg. Im Pongau baute ein 26-Jähriger nach einer privaten Feier in einem Gartenhäuschen einen Autounfall. Danach ließ der Mann den beschädigten Wagen einfach am Straßenrand in Pfarrwerfen stehen. Polizisten entdeckten am Samstagvormittag den herrenlosen Pkw und forschten den unverletzten Pongauer aus. Ein Alkotest ergab einen Wert von über einem Promille. Ermittlungen zufolge nahmen an der „Corona-Party“ fünf Personen teil. Sie wurden angezeigt.

 

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