ICE-Beamte in Österreich: Was die berüchtigte US-Behörde hier macht

Das Außenministerium bestätigt die Anwesenheit von ICE-Beamten, diese hätten aber "keine polizeilichen Befugnisse".
Mehrere Polizisten mit Gasmasken und taktischer Ausrüstung stehen im Freien.

In Österreich halten sich zwei Beamte der in Verruf geratenen US-Migrationsbehörde ICE auf. Dies bestätigte das Außenministerium der APA auf Anfrage. Sie seien "als beigeordnete Attachés gemäß Wiener Diplomatenkonvention akkreditiert".

Freilich gehen sie hierzulande nicht vermummt und bewaffnet gegen Migranten vor, was sowohl Ministerium als auch US-Botschaft klarstellten. "ICE führt keine durchsetzenden Immigrationsoperationen in fremden Ländern durch", so die Botschaft.

Das Außenministerium verwies bezüglich des genauen Tätigkeitsbereichs der beiden ICE-Beamten auf die US-Botschaft, betonte aber zugleich: "Gemäß der Wiener Diplomatenkonvention dürfen sie diplomatische bzw. konsularische Aufgaben wahrnehmen, jedoch haben sie keine polizeilichen Befugnisse."

Menschen- und Drogenschmuggel

Von der US-Botschaft hieß es, dass "mehrere" US-Bundesbehörden zur Rechtsdurchsetzung in diplomatischen Einrichtungen der USA präsent seien, wobei sie "in Partnerschaft mit den Gastregierungen zusammenarbeiten". Aus dem Statement ging hervor, dass die Beamten einer ICE-Unterabteilung mit der Bezeichnung "Homeland Security Investigations" (HSI) angehören.

Diese arbeite schon seit Jahren mit heimischen und internationalen Partnern daran, "die nationale und öffentliche Sicherheit zu schützen". Im Fokus seien dabei grenzüberschreitende kriminelle Aktivitäten wie etwa Menschen- und Drogenschmuggel, Ausbeutung von Kindern, Wirtschaftskriminalität, Diebstahl von geistigem Eigentum oder auch die Rückführung von gestohlenen Kunstwerken und Antiquitäten, erläuterte die US-Botschaft.

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