© Hotel Sacher

Chronik Österreich
08/08/2019

Hundeboom - Wie die Hotellerie auf vierbeinige Gäste reagiert

Zahlreiche Hotels setzen mit maßgeschneiderten Angeboten auf den Trend zum Hund.

von Matthias Nagl

Wohin mit dem Hund, wenn Frauchen und Herrchen das Reisefieber packt? Neben verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten wie professionellen oder privat organisierten Hundesittern wird Mitfahren eine immer beliebtere Möglichkeit. Der Trend zum Hund ist auch der Hotelbranche nicht verborgen geblieben. Immer mehr Hotels haben spezielle Angebote für Hunde im Programm.

Sie setzen auf Gäste mit Hund und investieren in besonders hundefreundliche Ausstattungen. Laut der Online-Plattform hundehotel.info gibt es alleine in Österreich 225 hundefreundliche Hotels. Der Fantasie sind beim Angebot kaum Grenzen gesetzt. Es reicht vom Zugang ins Restaurant, der für die Vierbeiner erlaubt ist, über eigene Bereiche im Zimmer mit Hundekissen, Fress- und Wassernapf bis zu eigenen Hundeduschen.

Preisgestaltung unterschiedlich

Auch Hundesitting wird angeboten, für Hundemassagen oder Physiotherapieangebote müssen sich Hundefreunde besonders spezialisierte Anbieter suchen. Manche Hotels werben offensiv mit dem Thema „Ferien mit Hund“. Die Preise variieren, teilweise sind die Vierbeiner im Zimmerpreis inkludiert, teilweise wird extra verrechnet.

Dass Hundefreundlichkeit auch für zahlungskräftige Kunden ein Argument sein kann, beweist das Hotel Sacher. Sowohl in Wien als auch im Salzburger Haus gibt es spezielle Angebote für Hundebesitzer. Nicht nur die aktuelle Chefin Elisabeth Gürtler ist eine Hundefreundin. Auch die Grande Dame des Hauses, Anna Sacher, liebte laut Hotel-Homepage Vierbeiner in ihrer Umgebung.

Nicht ohne Konflikte

Dass die Sache aber nicht immer ohne Konflikte abläuft, legt folgende Begebenheit im Zuge der Recherche nahe: Ein auch international bekanntes Luxushotel aus dem Raum Kitzbühel gibt sich auf seiner Homepage hundefreundlich und ist auch im Verzeichnis der hundefreundlichen Hotels.

„Hundebesitzer sind herzlich willkommen“, heißt es auf der Homepage. Eigene Zimmer und Suiten würden für die „Partner mit der kalten Schnauze“ bereitstehen. Auf Nachfrage hält die PR-Verantwortliche aber mit Nachdruck fest, dass man im Zusammenhang mit dem Thema Hunde nicht genannt werden wolle.