© APA/FMT-PICTURES/MW / FMT-PICTURES/MW

Kriminalität
08/17/2019

Home Invasion in Salzburg: Täter weiter auf der Flucht

Überfallene Juwelierfamilie kann nur wenig Angaben zu Räubern machen. Die Maskierten redeten nciht viel und in fremder Sprache.

Die Fahndung nach den drei Räubern, die am Donnerstag eine Juwelierfamilie in deren Haus in Koppl bei Salzburg überfallen haben, ist am Samstag weitergegangen. Von den Flüchtigen fehlte nach wie vor jede Spur. Bekannt ist nur, dass die drei zwischen 1,75 bis 1,85 Meter groß sein sollen. Einer sei schlank, der zweite korpulent und der dritte muskulös.

Über die Nationalität der mit Sturmhauben Maskierten konnte die Polizei vorerst auch nichts sagen. Die Täter hätten während der Home Invasion kaum miteinander geredet und dann nur in einer für die Opfer nicht identifizierbaren Sprache, teilte eine Polizeisprecherin am Samstag mit.

Das Trio war am Donnerstag gegen 10.30 Uhr über eine offene Balkontür in das Haus der Familie auf dem Heuberg am Salzburger Stadtrand eingestiegen. Es bedrohte das Ehepaar im Alter von 41 und 35 Jahren mit einer Faustfeuerwaffe, überwältigte es und fesselte die beiden. Im Haus befanden sich außerdem zwei Kinder und eine 26-jährige Bekannte.

Geiseln genommen

Die drei zwangen die Juwelierin, mit einem Auto zum Geschäft in der Salzburger Altstadt zu fahren, um von dort Schmuck zu holen. Um die 35-Jährige unter Druck zu setzen, nahmen die Räuber die vier anderen Personen als Geiseln und zerrten sie in ein anderes Auto der Familie. Damit fuhren zwei der Täter in ein nahegelegenes Waldstück, wo der Wagen aber hängen blieb.

Die beiden sperrten die Geisel im Wagen ein und rannten davon. Auf ihrer Flucht kam ihnen ein Pärchen entgegen, das sie bedrohten und zur Herausgabe des Handys zwangen. Dabei gaben sie auch Schüsse ab. Danach flohen sie zu Fuß weiter.

Das Paar entdeckte kurz darauf das Fahrzeug und befreite die vier Personen. Der Ehemann alarmierte mit seinem Handy sofort die Polizei und verständigte auch seine Frau. Der dritte Täter dürfte noch im Haus Feuer gelegt haben, bevor er von dort verschwand.