© dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Chronik Österreich
09/01/2021

Grazer Prozess um weggelegtes Baby in Tiefgarage beendet

Mutter konnte Psychotherapie nachweisen - Diversion. Beschluss ist rechtskräftig.

Im Grazer Straflandesgericht ist am Mittwoch der Prozess gegen eine Weststeirerin fortgesetzt worden, die im Dezember 2019 ihr Baby in einer Tiefgarage weggelegt hatte. Die Frau erhielt bereits im Mai 2020 eine Diversion, kam aber ihren Auflagen nicht nach. Nun wurde erneut verhandelt, das Verfahren endete auch diesmal mit einer Diversion. Der Beschluss ist rechtskräftig.

Die Frau hatte ihr Kind allein zur Welt gebracht und war dann nach Graz gefahren, wo sie das Neugeborene eigentlich in die Baby-Klappe des LKH legen wollte. Doch dann fühlte sie sich beobachtet und legte das Kind in der Tiefgarage des Krankenhauses ab.

Kind unterkühlt, aber keine bleibenden Schäden

Zwei Stunden später wurde das Baby entdeckt. Es war unterkühlt, erlitt aber keine bleibenden Schäden. Die erste Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und endete mit einer Diversion.

Da die Betroffene Weisungen des Gerichts nicht befolgt hatte, kam es zu einer Fortsetzung des Verfahrens. Nachdem die Frau den Nachweis, dass sie eine Psychotherapie absolviert hat, erbringen konnte, erfolgte erneut eine Diversion.

Das Verfahren wurde unter Bestimmung einer Probezeit von zwei Jahren eingestellt. Bewährungshilfe und Psychotherapie wurden auch diesmal angeordnet. Da sowohl die Frau als auch die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel verzichteten, ist der Beschluss rechtskräftig.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.