Freitag der 13. erhöht Gefahr für Autounfälle

Laut Analyse der Wiener Städtischen ist Freitag, der 13. tatsächlich einer der schadensträchtigsten Tage bei Kfz-Unfällen.
THEMENBILD: LÄNGSTE VOLLMONDNACHT 2009

Während oft davon gesprochen wird, dass Freitag, der 13. kein statistisch auffälliger Tag sei, zeigt die aktuelle Zehn-Jahres-Analyse der Wiener Städtischen Versicherung ein anderes Bild.

Im Vergleich liegt der Freitag, der 13., bei Kfz-Unfällen wider Erwarten an der Spitze. Die Schadensfrequenz sei etwas höher als an anderen Tagen. "Viele dieser Freitage fallen aber auch in Monate mit generell erhöhter Unfallhäufigkeit - etwa in die Winter- oder Sommermonate. Saisonale Effekte spielen daher eine Rolle“, sagt Wiener-Städtische- Vorstandsdirektorin Doris Wendler. 

Im Schnitt verzeichnet die Wiener Städtische an einem Freitag, dem 13., rund 246 Kfz-Unfälle und damit 10 Prozent mehr als an einem „normalen Freitag“. Dieser spezielle Tag liege zudem deutlich über dem Durchschnitt anderer Wochentage.

Die wenigsten Unfälle passieren Samstag und Sonntag 

Trotz einzelner Hochrisikotage zeige sich weiterhin ein klares Muster: Samstag und Sonntag sind im Durchschnitt deutlich unfallärmer als Werktage. Der Sonntag weist mit Abstand die geringste Schadensfrequenz auf.

Gründe dafür seien unter anderem geringeres Verkehrsaufkommen, eingeschränkter Lkw-Verkehr und weniger Berufsverkehr. 

Top 10 der unfallträchtigsten Tage im Jahr

Neben der Betrachtung einzelner Wochentage zeige die Analyse auch klare saisonale Häufungen. Besonders auffällig: Mehrere Dezember-Termine sowie Ferien- und Sommerbeginn stechen hervor.

Bemerkenswert sei die starke Häufung im Dezember - insbesondere in der Adventzeit. Hier treffen mehrere Risikofaktoren aufeinander: erhöhte Verkehrsfrequenz, Einkaufsverkehr, winterliche Fahrbahnverhältnisse und früh einsetzende Dunkelheit.

Neben der Witterung stellt der Wildwechsel eine weitere Ursache für die steigenden Unfallzahlen in den dunklen Monaten dar. Der 1. Juli als Spitzenreiter hängt unter anderem mit dem Ferienbeginn in einigen Bundesländern und verstärktem Reiseverkehr zusammen.

„Für Autofahrerinnen und Autofahrer gilt, unabhängig vom jeweiligen Datum: Erhöhte Aufmerksamkeit und angepasstes Fahrverhalten sind der beste Schutz vor Unfällen“, sagt Wendler.

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