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Chronik Österreich
11/17/2021

Flaute am Standesamt und bei Scheidungsrichtern

2020 gab es in der Steiermark weniger Trauungen, aber auch weniger Trennungen.

von Elisabeth Holzer

2020 war definitiv kein Hochzeitsjahr: In der Steiermark wurden exakt 5.575 Ehen geschlossen, das ist gegenüber 2019 ein Minus von 719 beziehungsweise elf Prozent, wie die jüngste Auswertung der steirischen Landesstatistik zeigt. Auch die Anzahl der Scheidungen nahm ab, berichtet Referatsleiter Martin Mayer: 2.005 Ehen wurden geschieden, das ist gegenüber 2019 ein Minus von 4,2 Prozent und der niedrigste Wert seit 31 Jahren.

Die Ursachen sind auch in der Corona-Pandemie zu suchen, die vor allem das Heiraten erst blockierte, weil Standesämter geschlossen waren, später durch strikte Regeln erschwerte. Mayer kann dennoch mit einigen Daten aufwarten: Die jüngste Braut war im Vorjahr 16 Jahre alt, die älteste 80 Jahre. Der jüngste Bräutigam war 18, der älteste stand dagegen mit 94 Jahren vor dem Standesbeamten.

37 Jahre Differenz

Der größte Altersunterschied zwischen den Eheleuten betrug 37 Jahre, er war 65 Jahre, sie 28 Jahre alt. Immer weniger Steirer wagen überhaupt den Schritt in eine Ehe. „Es gilt nach wie vor, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Frauen und rund die Hälfte der Männer jemals heiraten“, analysiert Mayer.

Von Trauungen ist der Sprung zu Nachwuchs nicht weit: 10.993 Kinder kamen im Vorjahr in der Steiermark zur Welt, das ist gegenüber 2019 ein leichtes Minus von 0,3 Prozent. Sechs Mütter waren erst 15 Jahre alt, die älteste Frau bekam mit knapp 51 Jahren ihr fünftes Baby. Drei 17-Jährige wurden bereits zum zweiten Mal Mutter, eine 18-Jährige zum dritten Mal. Durchschnittlich lag das Alter von Erstgebärenden bei 31 Jahren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Neugeborenen Marie oder Paul heißt, ist sehr groß: Das waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen. Bei den Mädchen führte eben Marie vor Anna und Mia, bei den Buben Paul vor Jakob und dem Favoriten aus 2019, Maximilian.

Fee und Lord

Die Landesstatistik wertete aber auch Namen aus, die 2020 selten oder gar nur einmal ausgewählt wurden. Darunter fallen beispielsweise die Mädchennamen Blessing, Desire, Fee, Godsent, Hope, Lorelei, Tallinn und Triumph. Bei den Buben waren dies Aladin, Arsen, Barnabas, Crosby, Divine, Florenz und Lord.

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