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Interaktiv
06/21/2021

Erstes Plus seit 20 Jahren: Ist auch Ihre Gemeinde 2020 gewachsen?

Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohner haben im Corona-Jahr 2020 den stärksten Zuwachs bekommen. Ein interaktiver Überblick.

von Kevin Kada

Vorne weg: Wien ist mit einem Wachstum von 5,1 Personen pro 1.000 Einwohner weiterhin jene Stadt oder Gemeinde, die am stärksten gewachsen ist. Allerdings auch nicht im gleichen Ausmaß wie in den vergangenen Jahren. Von 2017 bis 2019 lag das durchschnittliche Wachstum bei 7,7. 

Klammert man Wien aus, so haben im vergangenen Jahr vor allem die kleinen Gemeinden unter 5.000 Einwohnern besonders stark zugelegt.

Nach Bevölkerungsdaten der Statistik Austria und einer Auswertung von OGM ist Österreich im Vorjahr um 31.600 Personen auf 8,9 Millionen Menschen gewachsen. Gemeinden ab 20.000 Einwohnern konnten vom steigenden Bevölkerungswachstum allerdings kaum profitieren. Während in den Jahren 2017 bis 2019 durchschnittlich 5,4 neue Bürger pro 1.000 Einwohner hinzugekommen sind, waren es 2020 nur 0,8 Personen.

In den Kleingemeinden unter 5.000 Personen waren es durchschnittlich zwischen 2017 und 2019 3,6 Einwohner pro 1.000 Bürger. 2020 lag der Zuwachs bei 3,9 Personen.

Wie sich Ihre Gemeinde entwickelt hat, sehen Sie hier:

Bei den Zuwächsen gibt es allerdings auch regionale Unterschiede. So haben zum Beispiel die kleinen Gemeinden in Tirol und Oberösterreich stark zugelegt. 

Unterdessen stagniert die Bevölkerung in den kleinen und mittelgroßen Gemeinden bis 5.000 bzw. bis 20.000 Einwohner. Villach und Klagenfurt legten allerdings zu. 

In Wien besonders auffällig ist der Zuwachs in den Außenbezirken. Das liegt dort vor allem an der regen Neubautätigkeit. Denn in der Innenstadt ist in Wien innerhalb des Gürtels mit Ausnahme des Bezirks Landstraße die Bewohnerzahl sogar gesunken.

Homeoffice als Hintergrund

Johannes Klotz von OGM vermutet, dass die starke Verbreitung von Homeoffice in der Coronakrise ein Hauptgrund für diese Bevölkerungsentwicklung ist.

Politik und Raumplanung müsse nun rasch reagieren, sollte es ich bei der aktuellen Entwicklung nicht um einen Ausreißer, sondern um einen Trend handeln, sagt Klotz: "Ganz wesentlich ist dabei der Ausbau der öffentlichen Verkehrsverbindungen, denn ohne entsprechende Anbindung wird auch das günstigste Öffi-Ticket nicht genutzt werden."

Großer Zuwachs in NÖ-Städten

Die großen niederösterreichischen Städte konnten ebenfalls vom Zuwachs profitieren. Wiener Neustadt (13,8) und St. Pölten (6,6) stehen hier an der Spitze.

In Relation zur Bevölkerungsgröße am meisten Einwohner verloren hat übrigens die Tiroler Gemeinde Namlos. Hier lag der Rückgang bei 11 Prozent. In absoluten Zahlen sank die Bevölkerung aber nur von 73 auf 65 Einwohner.

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