Elch Emil im Grenzgebiet zu Bayern gesichtet
Zusammenfassung
- Ein Elch, vermutlich Jungbulle Emil, wurde im tschechischen Wintersportort Zelezna Ruda nahe der bayerischen Grenze gesichtet.
- Das Tier sorgte für Aufregung und Begeisterung in der Region und im Internet, wobei einige Nutzer zum Schutz des Elchs aufriefen.
- Emil war im letzten Herbst nach einer Betäubung in Österreich im Grenzgebiet zum Böhmerwald ausgesetzt worden.
Nach einer winterlichen Unterbrechung hat wieder einmal ein Elch im tschechischen Grenzgebiet zu Bayern für Aufregung gesorgt. Das Tier sei am Wochenende im Wintersportort Zelezna Ruda (Markt Eisenstein) gesichtet worden, berichtete die tschechische Zeitung Denik.
Demnach dürfte es sich um den Jungbullen Emil handeln, der im vorigen Jahr mit seiner Wanderung durch Europa für Schlagzeilen gesorgt hatte. "Es wäre mir im Traum nicht eingefallen, dass einmal ein Elch durch unsere Stadt laufen würde", sagte der Bürgermeister von Zelezna Ruda, Filip Smola, dem Blatt. Es sei "ein Erlebnis für das ganze Leben" gewesen.
"Möchte reisen"
Für eine Weile habe er sich allerdings Sorgen um das Tier gemacht, weil es sich entlang einer Bahnstrecke bewegt habe. Zelezna Ruda grenzt unmittelbar an die Gemeinde Bayerisch Eisenstein im niederbayerischen Landkreis Regen. Begeisterung im Internet Bereits vor wenigen Tagen hatte die Bürgerinitiative "WeLoveSumava" bei Facebook ein Video gepostet, auf dem ein Elch, wahrscheinlich Emil, einen Waldrand entlangwanderte. "Er möchte reisen und unser schönes Land entdecken", schrieb ein Internetnutzer. "Man sollte seinen Aufenthaltsort nicht veröffentlichen, damit die Menschen ihn in Ruhe lassen", meinte hingegen ein anderer.
Elch Emil wurde im vorigen Herbst in Österreich nahe einer Autobahn für die Umsiedlung betäubt und am Rande des Böhmerwalds im Grenzgebiet zu Tschechien ausgesetzt.
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