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Chronik Österreich
06/14/2019

Drei Maßnahmen gegen Salzburgs sommerliches Verkehrschaos

Mit der Sperre von Abfahrten will das Land den Urlauberstau in den Griff bekommen. Lkw-Blockabfertigung wird geprüft.

von Matthias Nagl

Die Komplettsperre von Autobahnabfahrten, die Prüfung einer LKW-Blockabfertigung, die mögliche Öffnung des Pannenstreifens für den Verkehr. Das Land Salzburg versucht vor dem Sommer mit verschiedenen Maßnahmen das drohende Verkehrschaos in den Griff zu bekommen. Wobei erst eine Maßnahme praktisch fix ist. Diese hat es aber in sich.

An sechs Wochenenden von 13. Juli bis 18. August werden auf der Tauernautobahn bei Bedarf sechs Abfahrten stundenweise komplett gesperrt, um durchreisende Touristen auf der Autobahn zu halten und den Umgehungsverkehr einzudämmen. Die Maßnahme gilt aber auch für Einheimische. „Wir können den Stau nicht weg reden, wir müssen Maßnahmen setzen. Dass das nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt, ist mir bewusst“, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll zum KURIER.

Pannenstreifenöffnung möglich

Durch die praktisch flächendeckende Verbreitung von Navis habe der Ausweichverkehr stark zugenommen. „Das ist teilweise völlig absurd, man gewinnt ein, zwei Minuten zu der Zeit, die man im Stau stehen würde“, meint Schnöll. Bei anderen Maßnahmen ist das Land noch nicht soweit.

Die LKW-Blockabfertigung nach Tiroler Vorbild hat ein Bürgermeister an der Autobahn vorgeschlagen. Das wird nun ebenfalls geprüft. „Man muss sich anschauen, inwieweit das für Salzburg einen Vorteil bringen würde“, sagt Schnöll. Ob und wann die Maßnahme in Kraft treten kann, ist noch unklar.

Bei der Eröffnung des Pannenstreifens auch auf der Tauernautobahn könnte es schneller gehen. Möglich sei das schon im Sommer, der Ball liege aber beim Verkehrsministerium und der Asfinag. „Ich halte die Maßnahme für sinnvoll“, meint Schnöll.