DNA-Beweis: Drei Wölfe rissen 30 Schafe in Kärnten

Ab 3. April gelten in NÖ die neuen Bestimmungen im Umgang mit Problemwölfen
Hinter den getöteten Schafen im Tal steckt ein Rudel Wölfe, wie nun das Land Kärnten bestätigt.

Die Meldung ließ Anfang November die Wogen hochgehen: 30 Schafe wurden in nur einer Nacht in Nölbling in der Gemeinde Dellach vermutlich von einem Wolf gerissen.

Seit Mittwoch ist es offiziell: Es waren sogar drei Wölfe. Das zeigen die Ergebnisse der DNA-Proben, die vom Wolfsbeauftragten des Landes Kärnten, Roman Kirnbauer, vor Ort genommen wurden.

Rudelbildung

„Die Nutztierrisse sind heuer in Kärnten explodiert, aber einen so blutigen Vorfall auf einer Heimweide hatten wir bislang noch nie. Das zeigt, wozu Wölfe fähig sind, vor allem wenn es zu Rudelbildungen kommt, vor denen ich immer wieder gewarnt habe“, sagt Jagd- und Agrarreferent Martin Gruber (ÖVP).

Umso unverständlicher sei es für Gruber, dass sich Österreich bei der Sitzung zur Berner Konvention, bei der über die Senkung des Schutzstatus für den Wolf entschieden wurde, enthalten hat. „Anstatt mit lauter Stimme für die Interessen der österreichischen Landwirtschaft einzustehen, hat man wieder eine riesige Chance vertan“, so Gruber. Betroffenen Bundesländern wie Kärnten bleibe daher rechtlich weiterhin nur die Möglichkeit, den Abschuss von Einzeltieren zu erlauben, wie es die Kärntner Wolfsverordnung auch vorsieht.

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