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Chronik Österreich
04/28/2020

Die Gastro-Regeln im Detail: Folierte Speisekarte und kein Salz am Tisch

Ab 15. Mai werden Gasträume und Gastgärten wieder aufgesperrt. Dem KURIER liegt der Katalog an Leitlinien vor.

von Daniel Voglhuber

In rund zwei Wochen geht es wieder los. Dann dürfen Lokale nach dem Corona-Lockdown aufsperren. Mit gewissen Regeln: Dafür hat das Landwirtschafts- und Tourismusministerium Leitlinien in fünf Punkten für die Gastronomiebetriebe herausgebracht.

Das Schreiben endet mit einem fett unterlegten Satz:

"Hält der Gast sich nicht an die Regeln, behalte ich mir als Gastgeberin bzw. Gastgeber das Recht vor, ihn nicht zu bedienen."

Hier die Leitlinien im Detail:

1. Mindestabstand

Der erste Punkt ist wenig überraschend. Auf Händeschütteln oder Körperkontakt ist zu verzichten. Auch wenn man die Gäste zum Tisch geleitet, muss man auf den Mindestabstand achten. "Die Besuchergruppe darf max. 4 Erwachsene zuzüglich ihrer minderjährigen Kinder umfassen", steht da.

Die Gastronomen müssen bereits im Eingangsbereich "Hinweise durch Aufsteller, Schilder, Steher, Bodenmarkierungen oder andere Hilfsmittel bereits im Eingangsbereich des Lokals anbringen".

Aber es gibt auch Ausnahmen vom Mindestabstand: "Mitglieder der Besuchergruppe sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Servieren". Und die Tische gehören so aufgestellt, "dass der Mindestabstand zwischen den Besuchergruppen gewährleistet ist".

2. Tischgestaltung

Wer gerne überall seinen Senf dazugibt, kann das nicht sofort tun: "Keine Menagen auf den Tischen einstellen. Salz, Pfeffer, Ketchup, Mayo etc. auf Anfrage beistellen", heißt es etwa in der Leitlinie.

Außerdem wird es "abwischbare, folierte Speise- und Getränkekarten" geben. Oder es werden Alternativen vorgeschlagen wie Einwegkarten, eine Tafel oder Papiertischsets mit dem Angebot, digitale Karte für Smartphone der Gäste bereitzustellen.

Die Tischoberfläche und Stuhlrücken und Armlehnen müssen nach jedem Gast gereinigt werden, das Tischtuch gehört stets ausgetauscht.

3. Buffets

Dass es keine Buffets geben wird, wie kolportiert, stimmt so nicht ganz. Sie sind "grundsätzlich unter bestimmten Auflagen gestattet". Mitarbeiter dürfen bei Stationen stehen, um "Speisen auf Wunsch des Gastes anzurichten". Und "Selbstentnahme vorportionierter Gerichte" ist auch erlaubt.

Eine "Selbstentnahme durch den Gast von offen präsentierten Speisen" ist nur unter gewissen Voraussetzungen möglich: "mit Handschuhen für den einmaligen Gebrauch", "nach Reinigung der Hände an einem betreuten Desinfektionsmittelspender unmittelbar vor der Buffetstation" oder "mit Einwegvorlegbesteck".

4. Spezielle Reinigungsmaßnahmen

Und natürlich muss peinlich genau gereinigt werden: Und zwar nach "Erfahrung oft berührte Oberflächen, wie Tür- und Fenstergriffe, Lichtschalter etc. frequenzabhängig".

Zweitens muss auch drinnen für Frischluft gesorgt sein: "Häufig lüften bzw. Türen offenhalten, soweit das Wetter dies erlaubt", heißt es. Und jedes Tablett bei Selbstbedienung gehört nach jeder Benützung gereinigt.

Doch nicht nur die Betreiber sind gefordert, auch die Gäste. Daher gehören "Verhaltensregeln für den Gast gut sichtbar" platziert, heißt es in den Leitlinien des Ministeriums.

Und bei den Sanitäranlagen müssen ausreichend Seife und Einweghandtücher bereitgestellt werden, damit sich "alle sicher fühlen können".

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