Das nach Wald duftende Aroma der Eierschwammerl, die leichte Süße der Palatschinken, die Würze von Sojasauce und Balsamico gemeinsam mit der Bitterkeit und dem frischen Biss des Rucola ergeben eine sommerlich-fröhliche Kombination. Japan trifft Steiermark.

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Chronik Österreich
07/08/2021

Zu trocken: Schlechtes Schwammerljahr droht

Pilzsucher finden heuer so gut wie keine Pilze. Warum gerade Schnürlregen dies ändern könnte

von Anja Kröll

Während die Hitzewelle in Ostösterreich am Donnerstag mit bis zu 37 Grad ihren Höhepunkt erreicht, fällt im Gespräch mit Irmgard Greilhuber vor allem ein Wort: Regen. „Wir hoffen auf Regen, dann werden sie kommen“, sagt die Präsidentin der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft in Wien. Die Rede ist von Schwammerln.

Eierschwammerl & Co. sind Mangelware

Seit Mitte Juni dürfte man Eierschwammerl & Co. eigentlich wieder sammeln. Eigentlich, denn die Pilze sind Mangelware. „Es ist viel zu trocken. Bevor es nicht 40 Millimeter pro Quadratmeter regnet, braucht man erst gar nicht in den Wald gehen und suchen“, erklärt die Expertin. Im Wald stelle sich die Situation nach den heißen Wochen so dar: „Der Boden ist derartig dürr, dass die Spalten handbreit sind. Damit sich der Boden erholt, braucht es längeren Regen, nicht nur einen Gewitterguss.“ Pause. „So ein schöner Salzburger Schnürlregen über Tage hinweg, der würde den Pilzen guttun.“ Ebenfalls erforderlich: das richtige Verhältnis aus hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme.

Bergwacht hat Auge auf Schwammerlsucher

Der Schwammerlnotstand gilt übrigens für ganz Österreich. In Kärnten, das für viele als Eldorado gilt, leuchtet der Wald noch nirgends eierschwammerlgelb. Ob sich Schwammerl-Liebhaber auch an die Vorgaben halten, kontrolliert die Bergwacht. „Wir haben heuer noch keine Tätigkeit illegaler Sammler wahrgenommen. Einzig im Internet werden vereinzelt illegale Mengen angeboten“, erklärt Landesleiter Johannes Leitner. Die Tricks der illegalen Klauber seien in den vergangenen Jahren dieselben geblieben. Etwa vergrabene Kühlboxen, in denen die Schwammerlbeute zwischengelagert und dann mittels GPS-Koordinaten abgeholt wird. Verändert habe sich die Disziplin: „Wir beobachten, dass sich die Leute stärker an die Vorschriften halten.“ Vorbei seien die Zeiten, in denen etwa Sammler mit 300 Kilogramm Pilzen aufgegriffen worden seien.

Würden solche Rekordmengen heuer überhaupt möglich sein? „Ich bin keine Hellseherin, aber ich schließe eine Steinpilzschwemme auch heuer nicht aus“, sagt Pilz-Expertin Greilhuber.

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