Christbaum-Abstimmung: Welches Land hat den schönsten Baum?
Von Laura Ramoser
Endlich ist es so weit: Der Advent steht an – und damit die Zeit der festlich beleuchteten Christbäume. In der KURIER-Redaktion fragt man sich auch in diesem Jahr wieder: Spieglein, Spieglein an der Wand – wo steht der schönste Christbaum im ganzen Land?
Zur Auswahl stehen neun grüne Riesen, die die Hauptplätze ihrer Landeshauptstadt schmücken. Aber eines haben die letzten Jahre gezeigt: Leicht sind die Österreicherinnen und Österreicher in Sachen Christbaum nicht zufrieden zu stellen. So ist der eine oder andere Baum in der Vergangenheit nicht gut weggekommen.
Im Vorjahr traf es den Linzer Christbaum besonders hart: „Der wird ja jedes Jahr schiacher!“, war noch einer der freundlicheren Kommentare aus dem Off bei der Präsentation auf dem Hauptplatz. Dafür fuhren die Verantwortlichen heuer bis an die deutsche Grenze hinauf in das Mühlviertel, um sich den schönsten Baum zu sichern. Und auch in Wien gehört ein kritischer Blick auf den Baum am Rathausplatz zur Tradition.
Ob „schiach“ oder schön, das entscheiden jedoch Sie, liebe Leserinnen und Leser! Stimmen Sie ab sofort unterhalb dieses Beitrags für ihren Favoriten ab. Die Abstimmung läuft bis zum 5. Dezember, 11 Uhr. Der Gewinner wird am Samstag, den 6. Dezember bekannt gegeben.
So lief die Abstimmung im Vorjahr
Im letzten Jahr siegte bereits zum zweiten Mal in Folge der hell leuchtende Eisenstädter Christbaum mit 52 Prozent aller Stimmen. Unter dem Motto „Was funktioniert, soll man nicht verändern“ schmückt auch in diesem Jahr wieder eine Kolorado-Tanne die Eisenstädter Innenstadt. Das Land hofft nach den erfolgreichen Vorjahren natürlich darauf, sich das Triple zu holen.
Den zweiten Platz sicherte sich der Vorarlberger Christbaum mit 43 Prozent der Stimmen. Auch er konnte in der Vergangenheit schon den Sieg einheimsen. Eine Überraschung lieferte beim Voting 2024 die Bundeshauptstadt: Der Weihnachtsbaum des Wiener Rathausplatzes hat es – trotz des kritischen Blicks der Wienerinnen und Wiener – sogar noch auf das Podest geschafft. Scheinbar war man mit dem Exemplar aus dem Waldviertel zufrieden.
Man darf also gespannt sein, ob in diesem Jahr eines der anderen Bundesländer dem Burgenland gefährlich werden kann – oder ob sich Eisenstadt wieder den Sieg sichert.
Burgenland
Aller guten Dinge sind drei – darauf hofft man zumindest im Burgenland. Bei dem Strahlemann aus Steinbrunn (Eisenstadt-Umgebung) handelt es sich um eine 14 Meter hohe Kolorado-Tanne, die die Fußgängerzone von Eisenstadt in weihnachtliche Stimmung taucht. Geschmückt wurde sie rein mit LED-Lampen, dafür gleich mit jeder Menge davon.
Wien
Der Christbaum am Wiener Rathausplatz hat es oft nicht so leicht – „zu schütter“, „zu zerzaust vom langen Transport“ wurde schon über ihn gelästert. Jedes Jahr stellt ein anderes Bundesland den Baum für die Bundeshauptstadt zur Verfügung. Diesmal handelt es sich um einen 28 Meter hohen und rund 50 Jahre alten Tiroler aus Hopfgarten im Brixental (Bezirk Kitzbühel).
Niederösterreich
Unter Fichten und Tannen: Der Baum in St. Pölten ist eine Douglasie und deswegen einfach anders als die anderen. Der schlanke Christbaum, der den Rathausplatz in St. Pölten schmückt, kommt aus Fels am Wagram (Bezirk Tulln). Die 20 Meter hohe und 46 Jahre alte Douglasie ist vielleicht nicht allzu dicht, doch die Inszenierung ist allemal gelungen.
Oberösterreich
Der Linzer Christbaum aus Klaffer vom Hochficht (Bezirk Rohrbach) ist wahrlich eine hohe Fichte. Die 19 Meter hohe Mühlviertlerin ist rund 37 Jahre alt und wurde sorgfältig ausgewählt, um als zentraler Blickfang des Linzer Christkindlmarktes zu dienen. Bei der Beleuchtung wird auf moderne LED-Technik gesetzt - eine nachhaltig belichtete Fichte also.
Kärnten
Mitten in seinen 30ern ist der auserwählte „Kärtner Bua“. Der Klagenfurter Weihnachtsbaum ist das Schmuckstück des Christkindlmarktes vor dem Rathaus auf dem Neuen Platz. Es handelt sich um eine 20 Meter hoch gewachsene Nordmanntanne aus dem Stadtteil St. Ruprecht, die mit Kugeln, Lichtern und Holzfiguren geschmückt wurde.
Steiermark
Der „Oldie“ unter den Christbäumen steht in Graz. Die Fichte ist nicht nur 28 Meter hoch, sondern auch beeindruckende 150 Jahre alt. Sie wurde von einem Forstbetrieb in St. Oswald (Bezirk Graz-Umgebung) gespendet. Dort wuchs sie zuvor auf rund 1.400 Metern Seehöhe. Geschmückt wurde der Baum mit 25.000 LEDs, 90 Lichterketten und 100 Kugeln.
Salzburg
Die üppige Tanne, die in diesem Jahr den Residenzplatz in Salzburg schmückt, kommt aus dem Tennengau (Bezirk Hallein). Ursprünglich war sie in einem Garten als Christbaum gepflanzt worden. Genügend Platz für eine 21 Meter hohe und acht Tonnen schwere Tanne haben jedoch wohl nur die wenigsten Wohnzimmer – so landete sie auf dem Hauptplatz.
Tirol
Eine 65-jährige Fichte kann man seit Anfang November auf dem Hauptplatz in Innsbruck bewundern. Der 18 Meter in die Höhe ragende Weihnachtsbaum aus dem Stadtteil Mühlau ziert den Platz vor dem Goldenen Dachl in der Altstadt. Damit erfüllt er den Christkindlmarkt sowie die gesamte Innsbrucker Bergweihnacht mit festlichem Glanz.
Vorarlberg
Im vergangenen Jahr musste sich das Ländle mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Dieses Jahr wurde ein 20 Meter hoher Baum aus der Nachbarsgemeinde Lauterach (Bezirk Bregenz) ausgewählt. Der 32-jährige
Christbaum taucht den Bregenzer Leutbühel in weihnachtliches Licht. Geschmückt wurde er mit 650 Christbaum-kugeln und 20.000 LED-Lichtern.
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