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63 Millionen Euro Betrug: Österreicher in Italien festgenommen

Der Verdächtige soll eine Flucht in die Vereinigten Arabischen Emirate geplant haben. Er sitzt in Turin in Haft.
Ein Mann mit Handschellen auf dem Rücken.

Die Polizei in der norditalienischen Stadt Asti hat einen österreichischen Staatsbürger festgenommen, gegen den ein europäischer Haftbefehl wegen Betrugs in Höhe von über 63 Millionen Euro zum Nachteil der deutschen Staatskassen vorlag. 

Der Mann wurde von der deutschen Justiz gesucht, wie die italienische Polizei in einer Presseaussendung am Montag mitteilte.

Fluchtrisiko

Ermittlungsbehörden in Deutschland und Österreich hatten zuvor auf ein konkretes und unmittelbar bevorstehendes Fluchtrisiko in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate hingewiesen. 

Im Zuge der Ermittlungen wurden Fahrzeuge identifiziert, die vom Verdächtigen genutzt wurden, darunter ein Luxusfahrzeug, das kürzlich in Asti lokalisiert worden war. Die Ermittler analysierten Bewegungsdaten, richteten Kontrollstellen ein und überwachten potenzielle Fluchtrouten.

Der Geschäftsführer eines Unternehmens, das auf den Verkauf von Motoröl spezialisiert war, gilt für die bayerische Justiz als einer der größten Steuerhinterzieher Europas. Laut Münchner Polizei soll er Mehrwertsteuer in Millionenhöhe nicht abgeführt haben. 

Hintergründe noch unklar

Schließlich wurde das Fahrzeug mit dem Österreicher, der gemeinsam mit seiner russischstämmigen Partnerin unterwegs gewesen war, angehalten. Der Österreicher wurde in eine Strafanstalt in Turin eingeliefert und wartet nun auf die Auslieferung.

Über seine Herkunft in Österreich und über die genauen Hintergründe zum Fall lagen vorerst keine Informationen vor.

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