Bilanz der Bergrettung: Warum viele Notfälle vermeidbar wären

Bergretter transportieren eine Person auf einer Trage durch eine verschneite Landschaft.
2025 hatte die österreichische Bergrettung 10.912 Einsätze und rettete mehr als 11.000 Menschen. Das ist deutlich mehr als in den Vorjahren.

10.912 Einsätze hat der österreichische Bergrettungsdienst im Vorjahr absolviert, das ist ein deutlicher Anstieg:

  • 2024 gab es 10.097 Einsätze.
  • 2023 wurden  9.658 Einsätze durchgeführt.

Insgesamt wurden 11.104 Menschen geborgen (2024: 10.406), so die am Dienstag veröffentlichte Bilanz:

  • 8.518 Menschen waren verletzt.
  • 2.233 konnten unverletzt geborgen werden.
  • 234 konnten nur noch tot geborgen werden.
  • Bei 119 Personen lagen keine näheren Angaben vor.

"Viele Notfälle wären vermeidbar"

"Die steigenden Einsatzzahlen zeigen eindrucksvoll, wie stark das alpine Gelände genutzt wird - sie zeigen aber auch, dass viele Notfälle vermeidbar wären", betonte Stefan Hochstaffl, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes.

Stefan Hochstaffl vom ÖBRD Bundesverband trägt eine rote Jacke vor einer Bergkulisse.

Stefan Hochstaffl: "Ein Gipfel oder ein Ziel ist niemals wichtiger als die sichere Rückkehr."

Sicherheit erfordere weit mehr als gute Ausrüstung und körperliche Fitness. Entscheidend sei das Wissen über alpine Gefahren. "Wer Risiken nicht erkennt, kann sie weder vermeiden noch angemessen darauf reagieren." Besonders häufig liege der Ursprung darin, dass Gefahren im Vorfeld gar nicht oder falsch wahrgenommen werden.

Mehr als 13.000 Ehrenamtliche im Einsatz

"Ein Gipfel oder ein Ziel ist niemals wichtiger als die sichere Rückkehr", so Hochstaffl. In Österreich stehen aktuell 13.129 Ehrenamtliche sowie 228 Bergrettungshunde in 288 Ortsstellen bereit.

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