Strache glaubt an einen Wahlerfolg im Herbst

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Chronik Österreich
08/26/2020

AfD-Politiker: "Strache und Gudenus sind völlig unschuldig"

Heinz-Christian Strache setzt in Sachen Ibiza-Video nun auf Hilfe aus Deutschland und schreckt auch nicht vor der AfD zurück.

von Dominik Schreiber, Kid Möchel

"Strache und Gudenus sind völlig unschuldig", oder: "Das Ibiza-Video ist der größte medienpolitische Skandal seit dem Zweiten Weltkrieg."

Derartige Unterstützung kann Heinz-Christian Strache im Wiener Wahlkampf derzeit gut gebrauchen. Die Zitate stammen von Petr Bystron, dem außenpolitischer Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD). Strache teilt sie gerne auf seiner Facebook-Seite.

Von März bis September 2017 wurde Bystron jedenfalls vom bayerischen Verfassungsschutz - gerichtlich bestätigt - beobachtet, weil er „Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen aufzeige“. Die Beobachtung wurde nur gestoppt, weil Bystron in den Deutschen Bundestag gewählt wurde.

Dort veranstaltete der AfD-Politiker Konferenzen für rechtsextreme Medien, an einer davon soll auch der Verdächtige der deutschen Drohmails der NSU 2.0 teilgenommen haben.

Anzeige angekündigt

Wie berichtet, sind kürzlich jedenfalls neue Teile des Ibiza-Videos aufgetaucht, die Strache entlasten sollen. Darin betont Strache mehrfach, dass alles legal ablaufen müsse. Von Seiten der Süddeutschen Zeitung und des Spiegel, die das Video veröffentlicht haben, wurde betont, dass mehrfach auf diese Aussagen in der Berichterstattung hingewiesen wurde.

Strache hingegen fühlt sich hintergangen und fordert Konsequenzen für die Journalisten, er will den Presserat anrufen und Anzeige erstatten.

Strache sprach am Mittwoch deshalb bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz von „Fake News Journalismus“ und „medialer Einflussnahme aus Deutschland". Er sieht "manipulative Ausschnitte" und das "Sprengen einer funktionierenden Regierung". Der ehemalige Vizekanzler betonte erneut, dass er nicht korrupt sei. Sogar unter Alkoholeinfluss sei er standhaft geblieben, das würden andere politische Mitbewerber nicht immer nüchtern machen.

Strache berichtete auch von einem angeblichen Zusammenhang zwischen einem der Macher des Ibiza-Videos und einem Mordfall in der Wiener Innenstadt (mehr dazu hier). Dieser habe angeblich einige der Beteiligten bei sich beherbergt.

AfD-Mann Petr Bystron war per Videoschaltung bei der Pressekonferenz zugeschaltet. Er sprach von einer "mit geheimdienstlichen Methoden aufgestellten Falle", die Veröffentlichung sei zumindest "grenzwertig" gewesen. Er betonte aber, dass die FPÖ weiter Partner der AfD sei, nicht Strache.

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