Die Frau klagte über Schmerzen im Rippenbereich und wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert

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Chronik Österreich
06/26/2019

72-Jährige bei Kuhattacke in Tirol verletzt

Die Spaziergängerin wurde auf einem Forstweg im Tiroler Sellraintal von einem Hochlandrind umgestoßen.

von Christian Willim

Mittwochnachmittag wurde ein Spaziergängerin auf einem Forstweg neben der L13 im Tiroler Sellraintal von einer Kuh attackiert. Es soll sich um ein Hochlandrind gehandelt haben, das mit einem Jungtier auf einer Weidefläche unterwegs war. Laut Polizei wurde die 72-jährige Innsbruckerin von dem Rind von hinten angegriffen und umgeschubst.

Die Frau stürzte durch die Attacke um 14.10 Uhr über einen kleinen Abhang neben dem Weg. Eine Begleiterin der 73-Jährigen konnte die Kühe schließlich vertreiben. Als die Polizei eintraf, waren die Tiere nicht mehr zu sehen.

Mit Hubschrauber abtransportiert

"Die Frau klagte über Schmerzen im Rippenbereich", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Kematen. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Hall abtransportiert, konnte das Spital aber nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die 71-jährige Bekannte der Innsbruckerin erlitt einen Schock.

Der Weg, auf dem sich der Vorfall ereignete, führt laut Exekutive durch eine Weidegebiet. An der Straße würde ein Schild warnen: "Achtung Weidevieh". Der Vorfall dürfte die Debatte um Kuhangriffe erneut anheizen. Anfang des Jahres wurde ein Tiroler Kuh-Bauer, wie mehrfach berichtet, in erster Instanz in einem Zivilprozess zu einer hohen Schadenersatzzahlung verurteilt.

Die Mutterkuh-Herde des Landwirts hatte 2014 eine deutsche Wanderin auf einer Alm zu Tode getrampelt. Der Witwer des Opfers klagte.