16-Jähriger wegen Mordversuchs in Innsbruck verurteilt

Symbolbild
Der 16-Jährige erhielt fünf Jahre großteils bedingte Haft. Er soll an einer schweren Persönlichkeitsstörung leiden.

Am Innsbrucker Landesgericht ist am Montag ein 16-Jähriger wegen versuchten Mordes zu fünf Jahren großteils bedingter Haft verurteilt worden. Der Minderjährige hatte Anfang Juli nach einer Auseinandersetzung in seiner Wohngemeinschaft in Innsbruck mit Messern mehrfach auf eine Tür eingestochen und seinen Kontrahenten mit dem Umbringen gedroht. Vor Gericht bestritt er jede Tötungsabsicht. Er habe sich nach zahlreichen Provokationen Respekt verschaffen wollen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Jugendliche wies laut Gutachten eine schwere Persönlichkeitsentwicklungsstörung auf, berichteten Medien am Dienstag. Der Anwalt des Minderjährigen sprach sich für Therapie statt Strafe aus. Die Geschworenen entschieden sich nach stundenlangen Beratungen am Abend dann einstimmig für Mordversuch.

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