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Whatsapp ist ein Apperlapapp

Heute erzähle ich wieder einmal über die Omama. Sie ist nicht nur die beste Hollerblütensaftmacherin und Kaiserschmarrnköchin, sondern auch eine großartige Worterfinderin. Von Christa Koinig.
Seppy

Immer dann, wenn ihr ein Wort nicht einfällt, erfindet sie einfach ein neues. So entsteht zum Beispiel Einpackdings statt Packpapier, oder Schnippelschnappel für Schere. Papperlapapp sagt sie gern, wenn jemand einen Stumpfsinn erzählt. Das hat sie aber nicht erfunden, das gibt es schon.

Wieder einmal das Handy

Bei ihrem neuesten Wort war aber trotzdem ein bisserl etwas davon dabei. Es war so: Ich habe wieder einmal auf das Handy geschaut. Als Omama wissen wollte, was denn da gar so interessant sei, habe ich ihr gesagt, dass ich auf Whatsapp schau’, was sich so tut. „Was, App?“, hat Omama gefragt. Ich hab ihr erklärt, dass man sich da mit Freunden etwas ausmachen oder andere nach ihrer Meinung fragen kann und noch viel mehr. Außerdem sind überhaupt alle Apps sehr praktisch. Man kann sehen, wie viele Schritte man gehen soll, ob man zu viel gegessen oder zu wenig geschlafen hat, ob der Regenwurm heute gut gelaunt ist oder sich der Käfer gerade am Heimweg befindet.

In Omamas Augen habe ich nur ein „Hä?“ gesehen, und dann hat sie gemeint: „Das weiß ich selber, wie weit ich gehen kann. Wenn ich zu viel esse, merke ich das sowieso gleich. Und wie ich schlafe, geht überhaupt niemanden etwas an, ganz besonders nicht diese App. Wenn ich mich mit jemandem treffen möchte, schau ich nicht auf Whatsapp, sondern rede selber mit ihm. Und wenn irgendwem was nicht passt, soll er es mir gefälligst selber sagen. Überhaupt ist dieses App-Zeugs nichts weiter als ein riesiges Apperlapapp.“

Christa Koinig ist künstlerische Leiterin des Linzer Puppentheaters.

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