Chronik | Oberösterreich
27.11.2018

Waffenverbotszone kommt auch in Linz

Polizei nimmt Hotspot Hinsenkampplatz im Stadtteil Urfahr ins Visier

Dort wo Ende September die letzte tödliche Messerattacke auf Linzer Stadtgebiet verübt wurde, wird von der Landespolizeidirektion OÖ nun – wie in Innsbruck – eine Waffenverbotszone eingerichtet. Am Hinsenkampplatz nahe dem Neuen Linzer Rathaus im Stadtteil Urfahr soll die Polizei ab dem Wochenende mit den neuen Kontrollbefugnissen ausgestattet werden.

„Wir haben das schon seit einigen Wochen in Erwägung gezogen und geprüft. Es ist geplant die Waffenverbotszone per 1. Dezember zu verordnen“, erklärte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Montag waren derartige Pläne in der LPD-Pressestelle bei KURIER-Anfrage noch verneint worden.

Der Hinsenkampplatz und umliegende Örtlichkeiten werden vor allem während der Nacht von zwielichtigen Gestalten und Akteuren aus der Drogenszene bevölkert. Gewalttaten und zuletzt der Mord an einem 19-jährigen Afghanen, vermutlich durch einen Jugendlichen, sorgten dort für Aufregung. Der Platz ist bereits als Schutzzone ausgewiesen. Die Polizei darf dort Verdächtige für 30 Tage des Platzes verweisen. Nun werden auch Schilder montiert, die auf das Waffenverbot hinweisen. Bei Missachtung drohen Verwaltungsstrafen bis zu 500 Euro. Auch am Linzer Hauptbahnhof ein Waffenverbot zu erlassen, wie das am Dienstag OÖ Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek, FPÖ, fordert, werde noch geprüft, teilte LPD Pilsl mit.