Chronik | Oberösterreich
22.05.2018

Von Radfahrern "gestört": Jäger spannte Draht über Weg

Dünner Draht zwischen Bäumen, Radlerin in OÖ entging knapp einem Unfall. Reiterin bei ähnlichem Vorfall in NÖ verletzt.

Weil er sich durch Mountainbiker und Mopedfahrer in der Ausübung seiner weidmännischen Tätigkeit gestört gefühlt hat, hat ein 47-jähriger Jäger in Neukirchen an der Enknach (Bezirk Braunau) einen Draht über einen Waldweg gespannt. Eine Radfahrerin hatte die Falle am 8. Mai entdeckt und Anzeige erstattet. Mittlerweile wurde der Verursacher ausgeforscht, wie die Polizei mitteilte.

Millimeterdicker Draht gespannt

Der etwa einen Millimeter dicke und vier Meter lange Draht war in 1,70 Metern Höhe zwischen zwei Bäumen gespannt. Eine 36-jährige Radfahrerin wäre beinahe dagegengefahren und informierte die Polizei Schwand. Diese stellte fest, dass sich die Verknotung auch bei einem etwaigen Anprall nicht gelöst hätte.

Der Verdacht fiel rasch auf den Jäger. Er gab an, er habe sich durch Radfahrer und Mopedfahrer in seiner Jagdausübung gestört gefühlt und deren Treiben Einhalt gebieten wollen.

Schnur gespannt: Reiterin verletzt

In Gaaden bei Mödling ist am Sonntagnachmittag eine Reiterin vermutlich durch eine über einen Waldweg gespannte Schnur verletzt worden. Die 50-Jährige aus dem Bezirk Baden hat Anzeige erstattet, bestätigte die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Dienstag einen Bericht der Tageszeitung "Heute". Ermittlungen sind im Gang.

Laut Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner erlitt die Reiterin Abschürfungen und Hämatome im Gesicht und am Hals. Sie war nicht zu Sturz gekommen. Die Schnur wurde nicht mehr gefunden. Laut Polizei liegen vage Hinweise auf einen möglichen Täter vor.