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Chronik Oberösterreich
04/15/2020

Verdacht: Landwirt soll Erntehelfer eingesperrt haben

Der Bauer soll die Erntehelfer in ihre Wohnung gesperrt haben, um eine Covid-19-Ansteckung der Arbeiter zu verhindern.

von Petra Stacher

Insgesamt 15 Erntehelfer aus der Ukraine wollte ein Landwirt aus dem Bezirk Linz-Land angeblich daran hindern, sich am Abend mit anderen Erntehelfern aus der Umgebung zu treffen. Laut Staatsanwaltschaft Linz versperrte er deshalb über Nacht den Haupteingang zu ihrem Wohngebäude, das sich am Hof des bäuerlichen Anwesens befindet.

Auf diese Art und Weise wollte der Landwirt angeblich vermeiden, dass sich seine Arbeiter mit Covid-19 infizieren und für die bevorstehende Ernte ausfallen.

12 der Ukrainer gaben laut Polizei an, damit einverstanden gewesen zu sein, drei jedoch nicht. Einer erstattete schließlich Anzeige gegen den Bauern.

Ermittlungen laufen

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Linz wegen des Verdachts der Freiheitsentziehung. Bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe seien laut Staatsanwaltschaft möglich.

Vorerst müsse jedoch der Tatbestand bestätigt werden: "Wir müssen nun abwarten. Angeblich gab es eine Telefonnummer, die die Erntehelfer anrufen konnten, wenn sie im Notfall die Unterkunft verlassen müssten. Bestätigt sich das, ist der Tatbestand der Freiheitsentziehung fragwürdig", heißt es vonseiten der Staatswanwaltschaft.

Strafrechtlich vorbestraft sei der Landwirt bis dato nicht. Laut ORF sei es jedoch nicht der erste Vorwurf gegen den Betrieb: Es gingen Beschwerden über die Arbeitszeiten ein, so müssten die Arbeiter auf dem Hof angeblich bis zu 72 Stunden pro Woche arbeiten. Es wurde deshalb das Arbeitsinspektorat eingeschaltet.

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