TGW will den Umsatz bis 2030 auf zwei Milliarden verdoppeln
Die TGW baut den Standort Marchtrenk um 100 Millionen Euro aus
Die auf automatisierte Logistiklösungen spezialisierte Welser TGW-Gruppe steuert auf Wachstumskurs. Der Umsatz des Unternehmens mit 4.600 Mitarbeitern soll sich bis 2030 auf zwei Milliarden Euro verdoppeln.
Geografisch sollen die Zuwächse unter anderem aus Europa kommen, „wo im Wechsel von der manuellen zur automatisierten Logistik noch genug Wachstum möglich ist,“ so sagt TGW-Chef Henry Puhl zum KURIER beim Spatenstich zu einer 50 Millionen-Euro-Investition in ein neues Bürogebäude am Standort Marchtrenk. „Der wesentliche Wachstumsmarkt für uns ist aber Nordamerika,“ so Puhl. Was die Branchen betrifft, sei TGW im Bereich Kleidung und Lebensmittelverteilzentren sehr gut aufgestellt, wobei aus Letzteren „eine ganz deutliche Wachstumsrichtung kommt,“ so Puhl.
Bis zu 500.000 Pakete pro Tag
TGW stattet Logistikzentren mit Fördertechnik aus, die bis 500.000 Pakete pro Tag befördern. Namhafte Kunden sind Zalando, Adidas, Puma, dm, und Intersport. Auch Amazon arbeitet mit TGW-Logistiklösungen, wobei das von den Welsern offiziell nicht bestätigt wird. Eines der größten Projekte in der 56-jährigen Unternehmensgeschichte ist aktuell die Errichtung eines Versandzentrums für den Schweizer E-Commerce-Anbieter Galaxus in Neuenburg am Rhein in Baden Württemberg, wo unter anderem ein Shuttle-Lager (Lager mit autonomen Kleinfahrzeugen) mit 900.000 und ein Kleinteilelager mit 300.000 Stellplätzen errichtet werden. Galaxus hat zehn Millionen Produkte im Sortiment.
Expansion in Asien
Weitere Expansionsregionen sind Asien und Südostasien. „Da tasten wir uns vor.“ In Europa gewinnen Länder wie Spanien und Frankreich an Bedeutung, wobei auch in Polen und Tschechien zunehmend automatisiert werde. Kernmärkte in Europa sind Deutschland und Großbritannien. Aufgrund des starken Wachstums ist TGW permanent auf Mitarbeitersuche. Aktuell werden 80 Mitarbeiter zu den bestehenden 2.600 in Österreich gesucht. Diese teilen sich nahezu zu gleichen
Teilen auf die Haupt-standorte Wels und Marchtrenk auf. In Marchtrenk läuft bereits seit Herbst eine 100-Millionen-Investition in die Produktions- und Lagerflächenerweiterung.
Der aktuelle Auftragsstand liegt bei 1,5 Milliarden Euro, so Puhl bei der Spatenstichfeier Ende April in Marchtrenk. Mit dem Bau des neuen Headquarters dort sei die Basis gelegt, „unsere Ziele für 2030 zu erreichen“.
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