Schwingshandl-Rad-Team: Premiere mit Leidenschaft
Begeisterung trägt das Schwingshandl-Team
„Wir wollen uns grundsätzlich gut präsentieren“, sagt Raphael Hammerschmid und steckt das Ziel durchaus hoch: „Immer wieder einmal an der Spitze dabei sein.“
Der 30-Jährige ist Rennsportleiter des jungen Radteams Schwingshandl Intralogistics aus Holzhausen (Bez. Wels-Land), das sich für den Erstauftritt bei der Tour of Austria einiges vornimmt. „Unser Trikot zeigen“, hofft Hammerschmid auch auf Werbeeffekt.
Radsport auf professionellem Niveau hat auch eine kommerzielle Komponente. Die Österreich-Rundfahrt findet zum 75. Mal statt. Von 8. bis 12. Juli geht es quer durch die Republik mit dem buchstäblichen Höhepunkt auf der zweiten Etappe, wenn es auf den Großglockner zum Ziel auf der Franz-Josefs-Höhe geht. Am kommenden Samstag gastiert die Tour in Oberösterreich, die vierte Etappe durch den Südosten des Bundeslandes hat es in sich. Um 13 Uhr erfolgt auf dem Stadtplatz in Steyr der Start, nach 170,5 Kilometern via Bad Hall, Kirchdorf, Vorder- und Hinterstoder wird der Tross zurückkehren. Nach der ersten Zieldurchfahrt ist jedoch noch nicht Schluss, zum Finale geht es über den berühmt-berüchtigten Porscheberg.
Die Streckenführung in Oberösterreich
Zum-Jubiläum der Rundfahrt werden 22 Teams mit je sechs Fahrern antreten. Erstmals seit längerer Zeit wird wieder ein Nationalteam aufgeboten, dem auch zwei Oberösterreicher angehören: Rainer Kepplinger (28) und Valentin Hofer (19). Die beiden radeln hauptberuflich in Diensten von Bahrain Victorious. Das ambitionierte Schwingshandl-Radprojekt wurde vor vier Jahren gestartet, seit heuer ist das Team auf der Continental-Tour unterwegs. Hammerschmid ist vor allem auf Zusammenhalt und Leidenschaft stolz, dieser Teamspirit sei Basis für Erfolge. So fuhr am vergangenen Wochenende Adrian Stieger (22) bei der Staatsmeisterschaft im Einzelzeitfahren als Dritter auf das Podest. Bei der Austria-Tour rechnet sich Hammerschmid da und dort Chancen aus, etwa auf der letzten Etappe von Langenlois nach Wien mit flacher Zielankunft. Hingegen werde man angesichts übermächtiger Konkurrenz auf dem Großglockner „keinen Socken haben“.
Ganz wichtig sei aus lokalpatriotischer Sicht die Steyr-Etappe. Auf dem Porscheberg wird es wieder eine „Schwingsi-Fanzone“ geben, die schon bei der Oberösterreich-Rundfahrt auf dem Pöstlingberg für Atmosphäre gesorgt hat.
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