Polizeieinheiten hatten sich auf der Strecke zum Linzer Flughafen postiert (Symbolbild)

© Kurier/Juerg Christandl

Chronik Oberösterreich
08/29/2020

Polizeiaktion gegen illegale Tuning-Szene: 194 Temposünder

In einer Schwerpunktaktion im Linzer Umland wurden über 5.000 Fahrzeuge kontrolliert.

von Wolfgang Atzenhofer

Einmal mehr haben Polizei und Behörden die Autotuning- und Raser-Szene im Großraum Linz ins Visier genommen. In der Nacht auf den Samstag wurde mit Behördenvertretern eine siebenstündige Schwerpunktaktion durchgezogen. Dabei mussten nicht nur 194 Geschwindigkeitsübertretungen geahndet werden, sondern es wurden auch zahlreiche andere Delikte, sowie  illegale Veränderungen an Fahrzeugen aufgedeckt.

Mehrere Polizeistreifen hatten sich am Flughafenkreisverkehr Pasching postiert und Kontrollen durchgeführt. Gleichzeitig gab es auf den Zubringerstraßen Geschwindigkeitsmessungen, die einigen Rasern teuer zu stehen kamen. Das Tempo von über 5.000 Fahrzeugen wurde bei der Schwerpunktaktion kontrolliert.

Raser

Unter den 194 gestoppten Temposündern lieferten manche extreme Überschreitungen. Ein Lenker war in einem Abschnitt mit einer 100 km/h-Beschränkung mit 151 km/h unterwegs. Ein 22-jähriger Linzer rauschte gar mit 161 km/h durch eine 70 km/h-Zone. Er versuchte dann auch noch sich einer Anhaltung durch die Polizei zu entziehen und flüchtete. Eine Streife konnte ihn dennoch wenig später stoppen. Er wurde bei der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land angezeigt.

Insgesamt kam es bei der Schwerpunktaktion aber zu 76 Anzeigen und 49 Strafverfügungen. Es wurden 20 Organmandate  ausgestellt und zwei Kennzeichen wegen technischer Veränderungen am Wagen abmontiert. Einem Lenker musste wegen Alkoholisierung der Führerschein entzogen werden. Ein anderer Autofahrer wurde wegen des Verstoßes gegen das Waffenverbot angezeigt. Er führte illegalerweise eine verbotene Stahlrute im Auto mit.

Im Einsatz standen Polizeieinheiten, Sachverständige der Landesverkehrsabteilung und der Beamte der BH Linz-Land. „Unsere effektiven Schwerpunktaktionen richten sich gegen gefährliche und irreguläre Verbauungen an Fahrzeugen und nicht gegen das legale Tuning“, sagt Oberösterreichs Verkehrslandesrat Günther Steinkellner., FPÖ. Die Abnahme von Autokennzeichen würde vor allem die Mitglieder der extremen Tuning-Szene schmerzlich treffen und zum Nachdenken zwingen. Raserei sei eine gefährliche Bedrohung für die anderen Verkehrsteilnehmer, sagt Steinkellner.

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