Schüsse in der Silvesternacht: Zwei Cobra-Einsätze in Oberösterreich
Auch die Spezialeinheit Cobra stand im Einsatz.
Am 31. Dezember 2025 und in den frühen Stunden des 1. Jänner 2026 kam es laut Berichten der Landespolizeidirektion in Oberösterreich zu zwei umfassenden Einsätzen, an denen die Cobra beteiligt war.
In Wels feuerte ein 31-jähriger Slowene gegen 20.20 Uhr mit einer Schreckschusspistole vom Balkon aus auf ein gegenüberliegendes Gebäude. Mehrere Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Straße in unmittelbarer Nähe. Trotz lautstarker Ansprache der Polizei setzte der Mann sein Handeln fort und zog sich mit anderen Bewohnern in die Wohnung zurück.
Erst gegen 21.20 Uhr öffnete er schließlich den Beamten des Einsatzkommandos Cobra die Tür. Zwei Schreckschusspistolen und Munition wurden sichergestellt. Der Mann gab an, die Ansprache nicht verstanden zu haben, und wird angezeigt. Ein vorläufiges Waffenverbot wurde ausgesprochen.
Jugendlicher flüchtete vor Polizei in Wohnung
Zu einem nächtlichen Polizeieinsatz mit Beteiligung der Cobra kam es zudem am Neujahrstag in Braunau. Grund dafür waren ebenfalls abgegebene Schüsse. Ein Augenzeuge beobachtete eine männliche Person im Stadtgebiet, die vermeintlich mit einer Schusswaffe vom Balkon aus in die Luft feuerte, und alarmierte die Polizei.
Als die Beamten ihre Sicherungspositionen eingenommen hatten, öffnete sich die Tür der betreffenden Wohnung. Ein Jugendlicher trat heraus und wurde von den Polizisten mit gezogener Dienstwaffe angesprochen. Daraufhin flüchtete der junge Mann in die Wohnung, ohne die Tür hinter sich zu schließen. Nach erneutem Zurufen der Beamten erschienen zwei Erwachsene – eine 44-jährige Frau und ein 47-jähriger Mann – und suchten das Gespräch mit den Einsatzkräften.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass drei Personen mit einer Schreckschusspistole vom Balkon aus mehrfach in die Luft geschossen haben sollen. Die Schreckschusspistole wurde sichergestellt, die drei Personen werden laut Polizeibericht angezeigt. Auch in diesem Fall sprach die Polizei ein vorläufiges Waffenverbot gegen die Beteiligten aus.
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