Trotz schweren Schicksals: 30 Liter Muttermilch in Linzer Spital gespendet
Corina mit ihrem Mann, der älteren Tochter und dem Zwillingsbaby Alina.
Diese Geschichte berührt und schenkt Hoffnung: Corina ist Mama frühgeborener Zwillinge, die über viele Wochen auf der Neonatologie im Kepler Universitätsklinikum in Linz betreut wurden. Die Zeit auf der Intensivstation war für die Familie äußerst belastend.
Das Team der Neonatologie hat gemeinsam mit der Familie und den beiden Zwillingsmädchen gekämpft – leider hat nur die kleine Alina überlebt. Trotz dieses schweren Verlustes entschied sich Corina, anderen Familien in ähnlicher Situation zu helfen.
Während des langen Klinikaufenthalts pumpte Corina rund 30 Liter Muttermilch ab und stellte diese der Humanmilchbank des Kepler Universitätsklinikums zur Verfügung.
„Ich habe mich dazu entschieden, Muttermilch zu spenden, da ich selbst erfahren habe, wie wichtig diese ist. Da meine Kinder zu früh geboren wurden, haben sie selbst gespendete Milch erhalten. Aus Dankbarkeit und dem Wunsch, etwas zurückzugeben, wollte ich andere Babys – insbesondere Frühgeborene – mit meiner Muttermilch unterstützen", erklärt Corina.
Untersucht & geprüft
Die gespendete Muttermilch wurde mikrobiologisch untersucht und in der Humanmilchbank des Uniklinikums nach hygienischen und qualitativen Standards geprüft und verarbeitet. Nach der Freigabe erfolgten eine schonende Pasteurisierung sowie eine kontrollierte Lagerung. Durch diese Spende konnten 29 kleine Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden.
Zum Einsatz kommt Spendermilch bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen im Kepler Uniklinikum insbesondere dann, wenn die eigene Muttermilch (noch) nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung steht. Sie wird nach medizinischer Indikation vor allem auf neonatologischen Stationen eingesetzt.
Unterstützt Immunsystem
Gerade für Früh- und kranke Neugeborene ist Muttermilch von zentraler Bedeutung: Sie unterstützt das Immunsystem, kann vor schweren Komplikationen schützen und fördert die Entwicklung. In vielen Fällen ist Muttermilch daher nicht nur Nahrung, sondern ein wichtiger Teil der Therapie, heißt es seitens der Klinik.
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