Missbrauchsermittlungen gegen oberösterreichischen Rechtsanwalt
Eine oberösterreichische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Rechtsanwalt wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Quälens von Unmündigen. Die Sprecherin der zuständigen Behörde bestätigte Freitagmittag der APA einen Bericht der Tageszeitung Heute. Es sei "noch zu früh", um die Stichhaltigkeit der Vorwürfe endgültig beurteilen zu können, stellte sie fest. Anklage gebe es noch keine.
Angezeigt hatte den Juristen im vergangenen Juni der Vater seiner ehemaligen Lebensgefährtin, nachdem diese sich im April 2024 von ihrem Partner getrennt hatte und mit den zwei gemeinsamen Kindern zu ihren Eltern gezogen war. Den Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht, der Vater hätte die zwei Kinder - einen Buben im Volksschul- und ein Mädchen im Vorschulalter - wiederholt geohrfeigt und gequält.
Mädchen in Therapie
Das Mädchen soll er möglicherweise auch missbraucht haben. Die Mutter hatte mit ihrem Handy Audio-Dateien aufgenommen, die darauf hindeuten könnten. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.
Das Mädchen ist in kinderpsychologischer Behandlung. Über die Sache zu sprechen sei sie erst bereit, wenn sie "im Zug der Therapie" so weit sei, heißt es in einem Polizeibericht. Der Bub wurde vor rund sechs Wochen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens kontradiktorisch als Zeuge vernommen.
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