Wegen Untreue: Linzer Ex-Bürgermeister Luger muss am 3. Juli wieder vor Gericht

Die Diversion für Luger wurde vom OLG gekippt. Der neuerliche Prozess ist für drei Stunden anberaumt.
++ ARCHIVBILD ++ OLG KIPPT DIVERSION FÜR LINZER EX-BÜRGERMEISTER LUGER

Nachdem das Oberlandesgericht (OLG) Linz die Diversion für den Linzer Ex-Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gekippt hat, muss sich dieser am 3. Juli wegen Untreue vor Gericht verantworten. Das Verfahren am Landesgericht Linz wurde für drei Stunden angesetzt, bei einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft, teilte das Gericht in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Dem ehemaligen Stadtoberhaupt wird vorgeworfen, von November 2023 bis Februar 2024 in Linz als Aufsichtsratsvorsitzender der LIVA eine Rechtsanwaltskanzlei "mit der Erstellung eines Rechtsgutachtens im Zusammenhang mit dem Bewerbungsprozess und dem Hearingverlauf des künstlerischen Geschäftsführers der LIVA im Jahr 2017 beauftragt" zu haben.

Schaden mit 19.000 Euro beziffert

Dabei soll er bereits bei Beauftragung des Gutachtens gewusst haben, dass er selbst die Fragen zum Hearing seinem Wunschkandidaten habe zukommen lassen, heißt es in der Aussendung weiter. Der Gutachtensauftrag sei somit vorwiegend "in seinem eigenen Interesse gelegen". Der Schaden betrage gut 19.000 Euro.

Als Zeuge sind der ehemalige Rechtsvertreter, zwei damalige LIVA-Aufsichtsratsmitglieder sowie der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer geladen.

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