Heuer steigert erstmals auch ein Riesenrad den Unterhaltungswert

© FPÖ

Chronik Oberösterreich
11/13/2019

Kritik an Linzer Adventmarkt: Park trägt Schäden davon

Grüne und Neos würden Verlagerung der Weihnachtsmarkt-Attraktionen auf das Urfahraner Jahrmarktgelände begrüßen

von Wolfgang Atzenhofer

Weil die Wandlung des Linzer Volksgartens zum alljährlichen Adventrummelplatz heuer besonders radikal passieren soll, kommt dazu herbe Kritik aus den politischen Reihen. Forderungen, den Markt gleich auf das leer stehende Urfahraner Marktgelände zu verlegen, werden laut.

Die lange Vorlaufzeit mit der die Grünflächen und Bäume des Parks bereits von Holzplateaus, Punschhütten und der Infrastruktur für Fahrgeschäfte zugestellt würden, könne dem Erholungsraum nur schaden, heißt es aus den Reihen der Grünen und der Neos. Gut die Hälfte des 29.000 Quadratmeter großen Parks würden mit Folien oder Holzböden abgedeckt, kritisiert Neos-Gemeinderat Lorenz Potocnik. Zudem habe er beobachtet, wie bei Arbeiten direkt neben einer geschützten 150-jährigen Platane Erdbohrungen durchgeführt wurden.

Die grüne Umweltstadträtin Eva Schobesberger sieht die Situation durch die heuer zum zweiten Mal im Park aufgestellte Magic-Ice-Halle verschärft. Grünflächen würden dadurch vernichtet und Experten sehen die Gesundheit des Parks gefährdet, beklagt sie. Auch wäre für eine Verlegung nach Urfahr.

FPÖ-Stadtvize Markus Hein kritisiert generell die Kommerzialisierung der städtischen Weihnachtsmärkte. Die sollten kein „Tschimbum-Trara-Markt“ sein, es brauche keinen lärmenden Riesenräder und Fahrgeschäfte. Er wünsche sich wieder mehr vorweihnachtliches Flair.

Kritik, die bei dem für die Märkte und Grünanlagen zuständigen ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier nicht ankommt. „Ich bin gegen eine Verlegung auf das Urfahraner Gelände. Die Innenstadt und die Landstraße brauchen den Adventmarkt im Volksgarten. Der hat große Tradition und ist auf Familienangebote ausgerichtet“, sagt er. Dem heuer erstmals gebotenen 16 Meter hohen Riesenrad hätten Schobesberger und Hein zudem selbst im Stadtrat zugestimmt.

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