Stärkung für Jugendzentren in OÖ: Mehr Schulungen, gemeinsame Werte

Aktuell gibt es 150 Einrichtungen in OÖ; Kinderschutzkonzepte nun als Pflicht für Förderung.
Eine Gruppe von vier Jugendlichen umarmt sich und lächelt in die Kamera.

Die Aufgaben sind vielfältig, der Bedarf wird immer größer: Jugendzentren fungieren oft als zweites Wohnzimmer für Teenager, die sonst alleine zu Hause wären, die sich Gemeinschaft und Struktur wünschen. In Oberösterreich ist die Dichte an Angeboten mit knapp 150 Jugendzentren sehr hoch, knapp 25 Prozent aller Jugendzentren Österreichs befinden sich hier.

"Diese Orte erfüllen eine zentrale gesellschaftliche Funktion: Sie fördern Stabilität und Zusammenhalt", sagt Jugend-Landesrat Christian Dörfel, ÖVP. Um diese Arbeit auch in Zukunft abzusichern, wurde nun das Förderbudget um rund 20 Prozent angehoben und die Förderungen an klare Qualitätsstandards geknüpft:

  • Fachliche Qualifikation der Betreuungspersonen, inklusive verpflichtender Weiterbildungen.
  • Gemeinsame Werte: Die kürzlich präsentierte OÖ Hausordnung soll als Leitfaden für ein respektvolles Miteinander dienen.
  • Kinderschutzkonzepte sind ab sofort verpflichtend für jedes Jugendzentrum.
  • Nachvollziehbare und faire Verteilung der Fördergelder.

Karin Peham-Strauß ist seit 28 Jahren in der offenen Jugendarbeit tätig, sie berichtet von den Aufgaben und Herausforderungen: "Es geht um Beziehungen auf Augenhöhe mit den Jugendlichen, nur so können wir positiv auf sie einwirken." Das passiere beim gemeinsamen Einkaufen, Kochen, Hausübungen machen, Sporteln und Reden. "Unser großer Vorteil: Sie kommen freiwillig."

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