Hallstatt: Neue Standseilbahn wird neue Besucherrekorde bringen
7.000 Jahre Geschichte sind in Hallstatt wieder zugänglich. Am 29. August wird die neue Standseilbahn in Betrieb genommen.
Sie führt zu den ebenfalls modernisierten Salzwelten in das älteste Salzbergwerk der Welt und lädt zu einer „Reise“ von der Bronzezeit bis heute ein.
34 Millionen Euro wurden investiert, in einer Rekordbauzeit von 362 Tagen wurde das Modernisierungsprojekt umgesetzt. Die neue Standseilbahn hat eine Kapazität von 60 statt bisher 24 Personen pro Fahrzeug, Wartezeiten sollten daher Vergangenheit sein, betonen die Salzwelten. „Wir haben damit auch eine wesentliche Investition für die Zukunft des Tourismusstandorts Hallstatt getätigt“, sagt Kurt Thomanek, Vorstand für Bergbau und Tourismus der Salinen Austria AG.
So sehen die neuen Kabinen der Standseilbahn aus.
Die Geschichte des Salzbergbaus im Raum Hallstatt reicht zurück bis in die mittlere Bronzezeit. Erstaunlich bis heute, welche Dimensionen dieser Bergbau damals bereits hatte, es dürften gleichzeitig zumindest drei riesige Schachtanlagen mit einer Tiefe von weit über 100 Metern bestanden haben. Schon in der Bronzezeit lief der Handel mit dem Hallstätter Salz über weite Entfernungen.
Damit war der Grundstein für Hallstatt als bedeutendes Wirtschaftszentrum gelegt. Um das Jahr 1245 v. Chr. allerdings muss es zu einer Katastrophe gekommen sein, es ging ein sogenannter „Schuttstrom“ aus Geröll und Gesteinsmassen ab, Ströme dieser Art können eine Geschwindigkeit von 20 Metern in der Sekunde erreichen. Was – allerdings erst 300 Jahre später – folgte, war eine neue Phase des Salzbergbaus, die der Epoche auch den Namen „Hallstattzeit“ gab und zu einer neuerlichen Blütezeit des Ortes und zu enormem Reichtum der Bewohner führte.
Der Mann im Salz
Davon geben die zahlreichen Luxusgegenstände Zeugnis, die man im Gräberfeld fand. Aber auch in dieser Zeit gab es immer wieder Katastrophen, Murenabgänge und Verschüttungen. Das berühmteste Zeugnis dafür ist der sogenannte „Mann im Salz“: die Leiche des prähistorischen Bergmannes wurde im Jahr 1734 zufällig entdeckt, dann aber auf dem Friedhof von Hallstatt beerdigt. Der Mann dürfte um das Jahr 350 v. Chr. ums Leben gekommen sein. Um diese Zeit endete der prähistorische Salzbergbau in Hallstatt, vermutlich durch eine Naturkatastrophe.
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