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Gogl-Walli und Verena Mayr haben den Sprung ins EM-Team geschafft

Langwierigen Verletzungen zum Trotz haben Susanne Gogl-Walli und Verena Mayr den Sprung in Österreichs EM-Team geschafft. Von Gerhard Marschall.
Gogl-Walli

„Richtig gefreut“ hat sich Verena Mayr (31) über die Qualifikation für die EM, nachdem es zuletzt zweimal knapp nicht geklappt hat. 

Olympia 2024 in Paris und die WM 2025 in Tokio verpasste sie jeweils nur um einen Platz im World Ranking. Diesmal ging es sich relativ locker aus: Sie ist aktuell 21ste unter den Top 24 der Siebenkämpferinnen.

Verena Mayr

Verena Mayr

„Ich habe kein Punkte- und Platzierungsziel“, geht Mayr gelassen in den Wettbewerb. Die Vorbereitung sei alles andere als optimal verlaufen, sodass sie heuer noch keinen Mehrkampf absolviert habe. Die Strategie der Athletin der Union Ebensee ist klar: von Disziplin zu Disziplin jeweils das Maximum abliefern. „Dann wird man sehen, wie viele Punkte am Ende herauskommen.“

Sehneneinriss

Mayrs Leiden begannen während der Hallensaison mit einem Sehneneinriss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Im Frühjahr kamen noch andere Probleme an Rücken und Knie dazu, die Formentwicklung stimmt Mayr dennoch zuversichtlich: „Wir haben in letzter Zeit versucht, noch das Optimale herauszuholen.“ Weil es an Schnelligkeit mangelt, wurde ein spezieller Trainingsblock eingelegt. „So haben wir noch ein bisschen mehr Spitzigkeit bekommen.“ In den letzten Tagen vor der EM sei der Trainingsumfang reduziert worden, „um fit und erholt dorthin zu kommen“.

Anders als Rom 2024

Bei der WM 2024 in Rom lief Susanne Gogl-Walli über 400 Meter in das Finale. Aber das seien damals andere Voraussetzungen gewesen, sagt sie. „Für mich war das bis jetzt eine recht schwierige Saison.“ Es zwickte hartnäckig in der Wade, die muskulären Probleme zogen sich über Wochen hin. In dieser Zeit war ausschließlich alternatives Training angesagt, Aquajogging zum Beispiel. Mit Spikes auf der Laufbahn war eigentlich gar nichts möglich. „Insofern ist es für mich schön, dass ich überhaupt dabei bin“, ist die 30-jährige Linzerin happy. „Wenn ich es in das Semifinale schaffe, bin ich zufrieden.“ Wahrscheinlich werde es dafür eine Zeit unter 52 Sekunden brauchen. Birmingham sei bekannt für windige Verhältnisse, dann könnte auch eine langsamere Zeit reichen.

Weißhaidinger tritt an

Auch Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) wurde zuletzt von einer Verletzung geplagt. Ein eingeklemmter Nerv am Rücken machte ein Antreten des 34-jährigen Diskuswerfers bei der EM fraglich. Schließlich gelang es seinen Betreuern jedoch, die Schmerzen so weit zu lindern, dass sich Weißhaidinger Chancen auf das Finale ausrechnen darf.

24 Österreicher

Österreich wird mit 24 Athletinnen und Athleten vertreten sein, ein Viertel von ihnen stellt Oberösterreich. Neben Gogl-Walli, Mayr und Weißhaidinger haben sich Endiorass Kingley (TGW Zehnkampf Union/Dreisprung), Tobias Rattinger (BMD LAC Amateure Steyr/3.000 Meter Hindernis) und Leo Köhldörfer (ULC Linz Oberbank/400 Meter Hürden) qualifiziert. Für Gogl-Walli ist das Rekordteam Beweis für den Aufwärtstrend in der heimischen Leichtathletik. Und cool sei es auch: „Weil man den anderen die Daumen drücken kann.“

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