Für eine neue Linzer TU mit KI-Schwerpunkt

Wundern darf sich man sich eigentlich nicht. Der Rat für Wissenschaft und Forschung, der die Bundesregierung in strategischen Hochschulfragen berät, schlägt vor, die Digitaluniversität IT:U in die Johannes-Kepler-Universität zu integrieren.
Ein lächelnder Mann mit grauem, gewelltem Haar und Anzug mit Krawatte.

Die Argumentation ist nachvollziehbar. 

Die IT:U, die unmittelbar neben der Kepleruniverstität baulich errichtet werden soll, soll sich mit dem Linz Institute of Technology verschränken. Die empfohlene Fusion ist sowohl für die IT:U als auch für jene, die sie gefordert und betrieben haben, ein niederschmetternder Befund. Aber sie tragen dafür die Verantwortung, weil die IT:U mehr oder weniger als Anhängsel der Kepleruni behandelt worden ist.

Die Fusionsdiskussion wird sich nicht abdrehen lassen, auch wenn die Landesverantwortlichen ihr Nein entgegenschmettern. Auch im Wissenschaftsbereich muss effizient gewirtschaftet werden, die Anzahl der Studenten wird in den nächsten Jahren rückläufig sein, die Finanzen gebieten Sparen.

Der Grundfehler war, dass man davor zurückschreckte, die sehr gute technisch-naturwissenschaftliche Fakultät (TNF) inklusive dem Institut für Künstliche Intelligenz (KI) aus der Kepleruniversität herauszulösen und sie zum Grundstock der neuen Digitaluniversität zu machen. Aus Fehlern darf man lernen, Konrad Adenauer sagte einst, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Die Welt hat sich weiterentwickelt, sowohl die Digitalkonzerne an der amerikanischen Westküste als auch China investieren Hunderte Milliarden in die Künstliche Intelligenz. Die IT:U sollte neu aufgestellt, die TNF integriert und die Künstliche Intelligenz zum Schwerpunkt gemacht werden. Damit hätte die neue Technische Universität Linz ein gefragtes Alleinstellungsmerkmal. Der Zustrom an KI-Studenten bestätigt die Attraktivität.

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