Ab März: Flugverbindung Linz-Frankfurt wird wieder aufgenommen
Ab März wird der Flugverkehr zwischen Linz und Frankfurt wieder aufgenommen.
Zusammenfassung
- Ab 29. März nimmt die dänische Fluglinie DAT die Flugverbindung Linz-Frankfurt wieder auf, mit drei täglichen Flügen werktags und geplanten Verbindungen am Wochenende.
- Das Land Oberösterreich unterstützt die Verbindung mit bis zu 36 Millionen Euro über drei Jahre, wobei die Abrechnung jährlich durch einen Wirtschaftsprüfer erfolgt.
- Die Stadt Linz prüft einen möglichen Verkauf ihrer Flughafenanteile, während Kritik an der öffentlichen Finanzierung der Flugverbindung laut wird.
Die Ausschreibung ist beendet, eine Entscheidung gefallen. Ab sofort steht fest, dass es in absehbarer Zeit wieder eine Flugverbindung zwischen Linz und Frankfurt geben wird, teilte das Land Oberösterreich mit.
Seit Oktober des Vorjahres war ja aufgrund finanzieller Turbulenzen Sendepause. Die ist nun beendet. Ab 29. März übernimmt die dänische Fluglinie DAT die Verbindung. Der Vertrag läuft vorerst über drei Jahre.
Flüge wird es von Montag bis Freitag dreimal täglich hin und retour geben. An diesen Tagen wird ab Linz um 6.10 Uhr, 10.30 Uhr sowie 17.30 Uhr und ab Frankfurt um 8.30 Uhr, 12.15 Uhr und 21.30 Uhr geflogen. Auch am Wochenende soll es Verbindungen geben.
36 Mio. Euro in 3 Jahren
Das Land, dem die Hälfte des Flughafens gehört, hatte bereits im Vorfeld durchklingen lassen, möglichen Betreibern finanziell unter die Arme zu greifen. Diese Ansage wird nun umgesetzt: Für die vereinbarte Laufzeit werden maximal 36 Millionen Euro gezahlt. Heuer sollen es aufgrund von nur drei Quartalen, in denen geflogen wird, maximal 7,5 Millionen Euro sein. Abgerechnet wird jährlich aufgrund der vorgelegten Zahlen von einem Wirtschaftsprüfer.
Linzer Bürgermeister bestätigt Kaufanfrage
Die anderen 50 Prozent des Flughafens gehören der Stadt Linz. Hier gibt es immer wieder Gerüchte, Verhandlungen und Gespräche betreffend eines Verkaufs der städtischen Anteile: Bürgermeister Dietmar Prammer, SPÖ, bestätigt eine unverbindliche Anfrage des Landes zum möglichen Ankauf der städtischen Anteile am Flughafen:
„Für uns ist dabei zunächst zu klären, ob ein Verkauf grundsätzlich in Frage kommt. In weiterer Folge müssen wir sehr genau prüfen, welche Vor- und Nachteile sich daraus für die Stadt, den Flughafen und den Wirtschaftsstandort ergeben würden." Es gehe um die langfristige Absicherung der Verkehrsinfrastruktur, schließt der Linzer Bürgermeister.
Die Nachrichten über die Wiederaufnahme der Flugverbindung Linz-Frankfurt sorgen nicht nur für Begeisterung: "36 Millionen an Steuergeld rinnt in ein dänisches Shuttle, um vor allem Manager in die Finanzmetropole zu fliegen. Während hier im Land etliche Bereiche zusammengespart werden, bei den Ärmsten gekürzt wird, hat man offenbar noch genug Geld für die Konzerne", wettert der Grüne Klubobmann Severin Mayr.
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