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Suben: Rettungshubschrauber fliegt ab September rund um die Uhr

Stützpunkt im Innviertel ab 25. September 24/7 besetzt - Hubschrauber fliegt auch nach Bayern. Kosten pro Jahr für das Land OÖ: 2,25 Mio Euro.
Ein gelber Rettungshubschrauber fliegt knapp über einer hügeligen Landschaft bei klarem Himmel.

Premiere für Oberösterreich: Ab 25. September wird auf dem Stützpunkt Suben der 24/7-Betrieb eines Notarzthubschraubers gewährleistet. Fast ein Jahr tüfteln das Land Oberösterreich, der ÖAMTC und dazu Verantwortliche in Bayern an einer sinnvollen Umsetzung jener Idee, die schon länger präsent ist.

Die Thematik ist komplex. Piloten und medizinische Verantwortliche brauchen eine entsprechende Ausbildung, der Heli ein spezielles Equipment, um in der Nacht fliegen zu können. Das Personal muss für die Nachtschichten verdoppelt werden.

Und mit Bayern werden derzeit noch final die endgültigen Tarife ausverhandelt. Auch rechtlich gab es bei der grenzüberschreitenden Kooperation einiges zu bedenken, die Vorschriften für Nachtflüge sind in den beiden Ländern nämlich unterschiedlich.

Das Land Oberösterreich investiert in diesen Ausbau der Flugrettung 2,25 Mio Euro pro Jahr, "somit können wir erstmals flächendeckend das ganze Bundesland rund um die Uhr versorgen", sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer, ÖVP. Der Standort in Suben sei eine bewusste Entscheidung für das Innviertel gewesen, "denn Hilfe darf keine Frage des Wohnorts sein." 

Einsatzradius von 30 Flugminuten

"Im Westen ist diese 24/7-Versorgung der Flugrettung einzigartig", so Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, ÖVP. Sie sei gespannt, wann andere Bundesländer nachziehen. Das nächtliche Versorgungsgebiet orientiert sich an einem Einsatzradius von rund 30 Flugminuten.

Neben dem Flugrettungsstützpunkt in Hörsching, der weiterhin seinen Tagesbetrieb fortführen wird, wird Suben der Standort für den 24-Stunden-Betrieb. Damit nimmt die ÖAMTC-Flugrettung neben den Notarzthubschraubern in Niederösterreich (Krems) und der Steiermark (Niederöblarn, St. Michael) den vierten 24/7-Hubschrauber in Betrieb. 2024 wurden von den drei bereits bestehenden Standorten aus 776 Nachteinsätze geflogen, der Bedarf für das medizinische Spezialangebot ist also gegeben.

Damit alles wie geplant Ende September starten kann, hat das Personal bereits sämtliche Schulungen für den Nachtflug hinter sich. Die Crew vor Ort musste verdoppelt werden, um die zusätzlichen Stunden abzudecken. "Notfälle halten sich nicht an Uhrzeiten. Rasche Hilfe rund um die Uhr ist entscheidend", schließt Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. 

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