„Erotisierende“ Tintenfische und Italo-Hits mitten in Linz
Calamari auf dem Tisch
Wer Calamari mag, sollte hellhörig werden: In einem „italienischen Restaurant“ mitten in Linz werden Tintenfische serviert, die angeblich eine erotisierende Wirkung haben.
Die Wissenschaft ist drauf und dran, das zu bestätigen. Zumindest auf der Bühne des Theaters in der Innenstadt, wo die Komödie „Calamari dell’ Amore“ – Untertitel „Make Love, not Calamari“ – Premiere hatte.
Zum Inhalt: Ein Hotel- und Restaurantchef und sein Mitarbeiter sind verzweifelt, die Touristen bleiben aus. Daher lassen sich die beiden die Marketingidee mit den angeblich erotisierenden Calamari, die es nur bei ihnen im „Hotel Calamari dell’ Amore“ gibt, einfallen. Erwartungsgemäß stürzen sich die Zeitungen auf die Story. Und der Tintenfischexperte Professor Sepia erhält den Auftrag, die Sache wissenschaftlich-objektiv zu klären.
Umweltaktivistin
Zugleich kündigt sich eine Umweltaktivistin an, die sich dem Schutz der Tintenfische verschrieben hat. Sie studiert übrigens bei Professor Sepia, den sie als Retter der Tintenfische verehrt. Was die Umweltaktivistin nicht weiß: Der Professor führt kulinarisch ein „Doppelleben“, er isst nämlich leidenschaftlich gern Calamari! Womit Verwicklungen vorprogrammiert sind, genauso wie durch den Umstand, dass sich der Restaurantchef und sein Mitarbeiter in einem doppelten Dilemma befinden – sowohl der Herr Professor als auch die Umweltschützerin werden früher oder später herausfinden, dass die „Calamari dell’ Amore“ nur ein Marketinggag sind.
Ovid muss herhalten
Also lassen sich die findigen Touristiker etwas einfallen, um die Idee von den erotisierenden Tintenfischen zu retten. Sie greifen dafür sogar auf den römischen Dichter Ovid zurück, der vor 2.000 Jahren die Meinung vertreten hatte, dass die Samen der Brennnessel aphrodisierend wirken. Gesagt, getan. Calamari mit Brennnesselsamen der Tintenfische, womit auch die Umweltaktivistin zufrieden ist.
Rezept einer Nonne
Als dann noch eine Substanz aus einem alten Nonnenrezept dazu kommt, wird nicht nur ein „anregender“ Mix serviert, sondern es zeigt sich in der Tat bei den Beteiligten eine Amore-Wirkung. Happy End für alle einschließlich der Meerestiere. Unter der Regie von Sandra Bell produzierte das Team des Theaters in der Innenstadt eine turbulente Sommerkomödie mit den bekanntesten Italo-Hits wie „Bello e impossible“ und anderen.
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