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Durch die Stillensteinklamm zum Gasthaus Aumühle

Der Gasthof Aumühle in St. Nikola (Bez. Perg) bietet gutes Essen und eine umfangreiche Sauna- und Poollandschaft für Erholung suchende Gäste. Von Josef Leitner.
Sankt Nikola

Zufriedene Wanderer und entspannte Wellnessgäste sind es, die in der Mittagszeit in der geräumigen Gaststube des Gasthofes Aumühle (St. Nikola, Bezirk Perg) Platz genommen haben. Die Wanderer haben zumeist die Stillenbachklamm durchstiegen, die Wellnessgäste genießen ihre Auszeit. Sie verbringen meist mehrere Tage im Hotel und wechseln von der modernen Saunalandschaft, wo eine Mühlen-, Zirben-, Lavendel- und Salzsauna zur Auswahl stehen, zu den verschiedenen Pools, um sich dann nach einer Massage im Relaxium, der Ruhestube oder dem Heuboden mit allen Sinnen zu entspannen.

Sankt Nikola

Die Wirtsleute Leopold und Maria Schöller

Fein und bodenständig

Alle Gäste erfreuen sich an den bodenständigen, aber feinen Speisen, die der Wirt Leopold Schöller und seine Frau Maria mit ihrem Team anbieten. Einige haben zwei Stück Fleischknödel mit warmem Kraut (11,90 €) gewählt. Speck, Selchfleisch, Fleisch, Zwiebel werden neben anderen Zutaten in einen Knödel verpackt und mit Bratensoße und Erdäpfeln serviert. Auch das Hühnerfilet in Mehrkorn-Panade (15,90 €) mit Preiselbeerdip, Gemüse und Pommes frites findet sich auf den Tellern.

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Der vegetarische Frühlingsteller

Gesundheitsbewusste haben sich für den vegetarischen Frühlingsteller (15,90 €) entschieden, der aus Spargel- und Gemüsestrudel mit Couscous, Gartengemüse aus der Region, Kräutersauce und Salatteller besteht. Die Beilagen dazu wechseln je nach Jahreszeit. Auch die Spaghetti mit Spargel-Speckrahmsoße (16,90 €), dazu Parmesan und Salatteller, erzeugen zufriedene Gesichter.

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Spaghetti mit Spargel-Speckrahmsauce

Viele haben das für die Aumühle typische Gericht gewählt, nämlich den gegrillten Mühlenspieß (19,90 €), bei dem Putenfleisch und Schweinefilet mit Gemüse und Pommes frites kredenzt werden. Der Name dieser Speise erinnert an die Geschichte des Gasthofs, wie der Wirt erläutert: „Unser Haus war früher ein Sammel- und Umschlagplatz für Holztransporte. Das Holz wurde nämlich früher in den Bächen des Mühlviertels talwärts geflößt, was auf dem hier fließenden Gießenbach nicht möglich war, weil er ein Stück unterirdisch fließt.“

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Die Hotelanlage

Das Holz sei daher bei der Aumühle auf Pferdefuhrwerke umgeladen und zur Donau transportiert geworden. Von dort sei es auf Schiffen weiterbefördert. In der Aumühle seien die Fuhrleute verpflegt worden. Bis 1964 sei in der hauseigenen Mühle Getreide gemahlen und ein Sägewerk betrieben worden. 1970 sei eine Jausenstation errichtet und in der Folgezeit sukzessive zu einem Gastbetrieb erweitert worden. „1984 habe ich in vierter Generation das Wirtshaus übernommen. Meine Frau und ich standen vor der Entscheidung, ein Kleinbetrieb zu bleiben und nebenbei arbeiten zu gehen oder den Betrieb zu vergrößern. Für Letzteres haben wir uns schließlich entschieden und eine Vier-Stern-Hotelanlage mit 50 Zimmern, einem Seminar-, Spa- und Wellnessbereich errichtet.“ Dieser wird seitdem von Gästen aus ganz Österreich besucht, die die idyllische Lage schätzen.

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Der Wellnessbereich

Der Wirt: "Bei uns kommen fünf ländliche Mühlviertler Gemeinden zusammen, nämlich Dimbach, Waldhausen, Grein, Bad Kreuzen und St. Nikola. Zu Beginn meiner Tätigkeit hatten wir zwei Angestellte, jetzt sind es 50. Neben den Hotelgästen genießen Wanderer und Teilnehmer an Familien- und Firmenfeiern die regionalen Köstlichkeiten in unserem Restaurant.“ Die Aumühle ist täglich geöffnet.

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Die Saunalandschaft

Durch die Stillensteinklamm

Die Aumühle ist mit dem PKW erreichbar. Eine gute Alternative ist es, sich auf dem Wanderweg durch die Stillensteinklamm zum Gasthof zu begeben. Ausgangspunkt ist der Parkplatz St. Nikola/Gießenbachmühle, nahe der Landesgrenze zu Niederösterreich. Ein treffender Spruch auf der dort befindlichen Orientierungskarte stimmt auf die reizvolle Wanderung ein: „Wandern ist eine Tätigkeit der Beine – und ein Zustand der Seele.“ Der Weg folgt mit der Markierung 9 dem Lauf des Gießenbachs bis zur Aumühle. Zunächst geht es an einem 1954 errichteten Kraftwerk vorbei, das vom weiter oben gestauten Gießenbach gespeist wird. Dann geht es hinein in die malerische Schlucht. Man steigt zuerst auf natürlichen Wegen, später auf Brücken und Stegen aus Holz stetig höher.

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Aufgeschichtete Felsblöcke

Aufgeschichtete Felsblöcke

 Leises Rauschen begleitet den Wanderer, wenn sich das Wasser durch wild aufgeschichtete Felsblöcke zwängt, um sich dann wieder in einem Tümpel zu sammeln und gleich darauf in der nächsten Felsspalte zu verschwinden. Vorbei an gewaltigen Granittürmen und rauschenden Kaskaden wird der imposante Felsüberhang des „Stillen Steins“ erreicht. Ein schöner Rastplatz, wo gänzliche Stille herrscht. Hier hat nämlich das Wasser 300 Meter lang unterirdisch seinen Weg gefunden um erst später wieder an der Oberfläche aufzutauchen. Daher ist außer Vogelgezwitscher kein Plätschern zu hören. 

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Durch die Stillensteinklamm

Eineinhalb Stunden

Zwischen mächtigen, moosbesetzten Granitgebilden hindurch geht es weiter zu einer Wehr mit einem Staubecken. Der Blütenstaub des Frühlings hat sich fast vollflächig auf dem Wasser ausgebreitet. Dann wird es wird flacher und das Tal öffnet sich mehr und mehr. Nach 350 Höhenmetern und eineinhalb Gehstunden wird das Gasthaus Aumühle erreicht. Für den Rückweg gibt es eine interessante Wegvariante. Vor dem Einstieg in die Klamm geht es auf dem Weg 9A Klammleiten auf einem gemütlichen Höhenweg in Richtung Gießenbachmühle, um diese nach einem steilen Abstieg nach einer Gehstunde und insgesamt neun Kilometern zu erreichen.

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