Die Pendler warten auf Entlastung

Wissen die Verkehrspolitik und die Verkehrsplanung, was sie tun?
Ein lächelnder Mann mit grauem, gewelltem Haar und Anzug mit Krawatte.

So haben nun die Sanierungsarbeiten für die zwei Kilometer kurze Linzer Zubringerautobahn vom Bindermichl-Tunnel zur Westautobahn begonnen. Sie kosten immerhin 74 Millionen Euro und dauern eineinhalb Jahre.

Von einer Erweiterung auf die dringend benötigten drei Spuren, die relativ einfach zu bewerkstelligen wäre, ist keine Rede. Die Tausenden Pendlerinnen und Pendler, die mit dem Auto nach Linz fahren müssen, werden weiterhin im Stich gelassen. Die täglichen Staus bei der Einfahrt und Ausfahrt werden sich verschärfen, da die Bevölkerung und die Anzahl der Autos wachsen. Dazu kommt der zunehmende Verkehr aus Tschechien. Bemerkenswert ist, dass die Arbeitnehmer- und Pendlervertreter das kommentarlos hinnehmen. Lediglich die Freiheitlichen machen sich für den Ausbau stark.

Gleichzeitig starten die Arbeiten für den Bau des Freinbergtunnels, das Herzstück des Linzer Westrings, der 1,2 Milliarden Euro kostet. Er wird die Linzer Waldeggstraße entlasten, Mühlviertler Pendler werden schneller in der Voestalpine sein. Aber jene, die weiter auf die Westautobahn müssen, werden dann auf dem Zubringer zur Westautobahn schneller im Stau stehen. So funktioniert hierzulande vorausschauende Verkehrspolitik.

Vom neuen Infrastrukturminister, dem ehemaligen Wiener Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) war eigentlich eine Wende in der Verkehrspolitik erwartet worden. Weg von der Baublockade durch die Grüne Leonore Gewessler. Doch die Wende betrifft offensichtlich nur den Lobau-Tunnel, ein Projekt von Niederösterreich und Wien. In Oberösterreich ist von einer Änderung nichts zu merken. Die Probleme bleiben ungelöst.

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