100.000 Teilnehmer in 10.000 Kursen
Eine Mischung aus Präsenz- und Onlineausbildung ist im Trend.
Der neue Kurskatalogfür 2026/27 ist mindestens ein Kilogramm schwer und bietet beachtliche 10.000 Kursprogramme. Wer in den 540 Seiten schmökert, wird leicht verführt, das eine oder andere auszuprobieren, was er schon immer einmal machen oder lernen wollte. Oder vielleicht sogar den Beruf mithilfe einer neuen Ausbildung zu wechseln. Da gibt es zum Beispiel die Schrankchecker:in oder den Mentaltrainer. Oder den Prozessdesigner.
Stimmung wesentlich
Die WIFI ist nun 80 Jahre alt. 1946 wurde es gegründet, heute nutzen jährlich rund 100.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher das Ausbildungsangebot. „Wir wollen, dass die Bevölkerung und die Betriebe Lust auf die Zukunft haben“, sagte Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer bei der Präsentation des Kursbuches 2026/27. Denn nicht nur die Zahlen seien für die Konjunktur wichtig, sondern es sei auch die Stimmung wesentlich. Jährlich würden 10.000 Lehrlinge im WIFI zu den Lehrabschlussprüfungen antreten, 8.000 würden positiv abschließen, 2.000 müssten es später noch einmal versuchen.
Geschäftsführer Harald Wolfslehner, Präsidentin Doris Hummer, WIFI-Kuratorin Doris Cuturi-Stern
Meister und Ingenieure
1.000 Werkmeister werden im WIFI jedes Jahr ausgebildet. 40 Prozent jener Menschen, die den Ingenieurstitel erwerben, machen ihn über das WIFI, 60 Prozent kämen direkt von den HTL. Jedes Jahr werde das Kursbuch in rund zwölf Prozent der Kurse erneuert und an aktuelle Erfordernisse angepasst. So gibt es zum Beispiel einen Kurs, wie die Künstliche Intelligenz im Tischlergewerbe eingesetzt werden kann.
WIFI-Kuratorin Doris Cuturi-Stern betonte, dass der Kundenzufriedenheitsindex bei 95 Prozent liege. Das Herzstück der Organisation seien die 2.800 nebenberuflichen Trainerinnen und Trainer.
Präsenz und online
WIFI-Geschäftsführer Harald Wolfslehner sagte, Bildung müsse zu den Menschen. Deshalb sei das WIFI auch in zwölf Bezirken aktiv. Manche Gruppen wie Buchhalter oder Lohnverrechner würden gern die Online-Formate nutzen. Es gebe aktuell auch 40 E-Learning-Strecken im Programm. Die Entwicklung gehe in Richtung blended, einer Mischung aus Präsenz- und online. 3.700 Menschen nutzen die persönliche Bildungsberatung. Wichtig ist für viele Bildungsinteressierte die finanzielle Förderung von Kursen. Während der Bund hier sein Angebot zurückfahre, halte das Land Oberösterreich die Förderschiene hoch, die zu mehr Ausbildungen führt. Sehr positiv entwickle sich auch die Unternehmerakademie mit 6.000 bis 7.000 Kunden.
Kommentare