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© EPA / CLEMENS BILAN

Chronik Niederösterreich
04/20/2021

Zank um Radweg: Zubetonierter Grünraum oder grünes Projekt?

Für die einen ist die Asphaltierung eines Wegs in Wolkersdorf Bodenversiegelung, für die anderen ein Beitrag für den Umweltschutz.

von Marlene Penz

Noch diese Woche sollen die Arbeiten rund um die Asphaltierung eines „Trampelpfads“ entlang des Rußbaches in Oberndorf (Ortsteil von Wolkersdorf im Bezirk Mistelbach) starten.

„Es ist ein Lückenschluss beim Radweg“, erklärt der grüne Umweltstadtrat Christian Schrefel. 250 Meter ist das betreffende Teilstück lang. „500 Quadratmeter werden zubetoniert“, bedauert Petra Gössinger, die dort selbst immer joggen geht. Für sie und einige andere Wolkersdorfer ist das ganz klar „unnötige Bodenversiegelung, wir verlieren den letzten Naturweg“. Man könne als Radfahrer einfach ausweichen, da es parallel dazu einen Güterweg gebe.

Mehr Radler

„Den gibt es, aber es geht darum, mehr Sicherheit zu schaffen und damit letztlich mehr Personen dazu zu bringen, das Rad zu nehmen“, sagt Schrefel. Dass Gössinger noch Hoffnung hege, das Projekt zu stoppen, sei „Corona geschuldet“, bereits 2019 wurde es im Gemeinderat abgesegnet, der Start habe sich aber durch die Pandemie nach hinten verlegt. „Es wird vom Umweltministerium gefördert und da wurde es auch geprüft“, betont der Stadtrat. Es sei alles andere als kritisierbare Bodenversiegelung, „da reden wir von Autobahnen oder Parkplätzen, aber hier handelt es sich um ein grünes Projekt, um den Fahrradverkehr zu fördern“, so Schrefel.

Jetzt wo diese realisiert werden soll, erreichen auch den Bürgermeister Dominic Litzka (Liste Wolkersdorf) „Protestbekundungen“, sagt er auf KURIER-Nachfrage, das Maß sei aber „überschaubar“, sollte sich das ändern, würde man das Projekt noch einmal überprüfen.

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