Winter ade am Ötscher: im Sommer geht noch was

Land NÖ gab im Vorjahr eine Betriebsgarantie für den Ötscherlift
Einige neue Angebote, aber großes Zukunftspaket fehlt noch

Nach einer Wintersaison, in der zu Jahresbeginn wegen des warmen Wetters sogar Wanderer statt Skifahrer auf den Ötscher gelockt wurden, ist in Lackenhof die Vorfreude auf das Frühjahr groß. Zwar kann man nach einer „durchwachsenen Saison“ im heurigen Sommer die angekündigte Neukonzeption „Lackenhof 2.0“ noch nicht anpreisen, doch etliche charmante touristische Zusatzangebote befinden sich schon im Endspurt.

Mit einer Bilanz von 57.000 Ski-Gästen schlossen am Sonntag die Ötscherlifte. Damit erreichte man zwar nicht die knapp 70.000 der vorjährigen Saison, lag aber besser als in jener vor zwei Jahren mit 47.000, berichtet Markus Redl, der Geschäftsführer der Ecoplus Alpin.

Revisionen

Am 27. Mai wird der Doppelsessellift wieder in Betrieb gehen und die Sommersaison am Ötscher starten. „Wir brauchen die Zeit für die Revisionen, noch lässt der Schnee keine Arbeiten zu“, erklärt Redl die längere Ruhepause. Rund um das, nach dem Ausstieg der Schröcksnadel-Gruppe gestartete Projekt eines Ganzjahrestourismus in Lackenhof, stünden in den nächsten Monaten allerdings noch keine großen Eröffnungen und Präsentationen an, berichtet Redl weiters.

Mit über 20.000 Unterschriften wurde Ende 2021 die Übernahme der Ötscherlifte durch das Land gefordert. Nachdem Bürger dann im Vorjahr knapp 500 Vorschläge und Ideen einreichten, wie es in Lackenhof touristisch weitergehen könnte, gaben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Jochen Danninger, beide ÖVP, im vergangenen November eine Betriebsgarantie für den Sessellift auf den Großen Ötscher ab.

Investoren

Tatsächlich habe man so das Interesse potenzieller Investoren geweckt, die noch immer aktuell seien, bestätigen Redl und die für Lackenhof zuständige Gaminger Bürgermeisterin Renate Rakwetz (SPÖ). Aufmerksam und erfreut habe man registriert, dass die künftig für den Tourismus zuständige Landeshauptfrau in ihrer Erklärung zum schwarz-blauen Regierungspakt Lackenhof als Ort mit Investitionsprojekten nannte, sagt Rakwetz.

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