Bezirk Wiener Neustadt: 100 Feuerwehrleute bei Chemieunfall im Einsatz
Eine Fehlbetankung löste gegen Mittwochmittag einen Großeinsatz in Ortmann/Pernitz aus. Gleich mehrere Feuerwehren aus dem Bezirk Wiener Neustadt rückten aus, um den Schadstoffaustriff zu bekämpfen.
Laut Feuerwehr kam es aufgrund der Fehlbetankung zu einer exothermen Reaktion zweier Chemikalien. Dadurch erhöhte sich die Temperatur in einem 45.000-Liter-Tank und ein Chemikaliengemisch trat aus.
Der LKW-Lenker wurde vorsichtshalber durch das Rote Kreuz in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt gebracht. Er blieb unverletzt und konnte am späteren Nachmittag das Spital bereits wieder verlassen.
Ausbreitung verhindert
Die Betriebsfeuerwehr des betroffenen Papierwerks führte erste Maßnahmen durch und verhinderte eine unkontrollierte Ausbreitung in kürzester Zeit.
Gleichzeitig wurde im Feuerwehrabschnitt Gutenstein Abschnittsalarm ausgelöst und die Schadstoffzüge Wiener Neustadt und Aspang inklusive Dekontaminationseinheit alarmiert. Zusätzlich wurde der Schadstoffberatungsdienst des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes alarmiert.
Keine Gefahr für Umgebung
Nachdem die exotherme Reaktion durch Kühlmaßnahmen unterbunden werden konnte, erfolgten Probenentnahmen durch die Schadstoffspezialisten der Feuerwehr. Die Spezialisten rückten in Chemieschutzanzügen zur Gefahrenstelle vor. Nach der Einschätzung der Chemiker vor Ort konnte Entwarnung gegeben und der Feuerwehr-Einsatz beendet werden.
„Durch die schnelle Reaktion unserer Betriebsfeuerwehr und mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Umland konnten wir die Situation rasch unter Kontrolle bringen", so Andreas Greiner, der Werksleiter des Unternehmens, über den Einsatz. Für die Umgebung habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.
Im Einsatz standen acht Feuerwehren mit insgesamt fast 100 Einsatzkräften. Auch der Rettungsdienst war mit sechts Fahrzeugen, inklusive der mobilen Leitstelle der Rettungsleitstelle Notruf Niederösterreich, vor Ort.
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