Wer hat die schönste erlebbare Kellergasse im ganzen Land?

Nach 13 Jahren Pause "ermittelte" der Weinviertel Tourismus wieder die schönste erlebbare Kellergasse. Unter zehn Einreichungen fiel die Auswahl schwer.
Schönste Kellergasse

Wer hat die schönste erlebbare Kellergasse im ganzen Land? Das war die Frage des Abends, als der Weinviertel Tourismus am Mittwochabend in den Reichensteinhof in Poysdorf einlud.

Kellergasse Falkenstein

Die Oagossn in Falkenstein ist die schönste erlebbare Kellergasse 2026.

Im Dezember wurde ausgeschrieben, zehn Kellergassen haben sich beworben. Diese wurden von der Jury bereist. "Ich habe mich gefragt: Fühl ich mich wohl? Fühl ich mich willkommen? Wo ist das Klo?", erzählte Michael Staribacher vom Kellergassenmanagement, wie er an die Bewertung herangegangen ist. 

Die "Oagossn" in Falkenstein wurde ausgezeichnet

Mit ihm waren Joachim Maly, Doris Knoll und Michaela Zeiler in den zehn Kellergassen unterwegs. "Es war eine geheime Reise", schmunzelte Maly, dem Hiller ein Kuvert im Orange des Weinviertel-Tourismus überreichte. "Reiß" auf!", lautete die Aufforderung. Maly macht es spannend, verkündete dann aber die "Oagossn" in Falkenstein (Bezirk Mistelbach)

Da wurde im Saal gejubelt; Falkensteins Bürgermeister Christoph Schüller (ÖVP) hatte eine besondere Freude, denn: Er durfte den Preis an seinem Geburtstag entgegennehmen.

"Ist man von dem Virus Kellergasse erfasst, kommt man nicht mehr heraus", sprach Hiller aus Erfahrung. Alle im Saal stecken viel Zeit, Geld und Herzblut in den Erhalt der Kellergassenkultur. Darum wurden sie vor den Vorhang geholt. 

Touristisch erlebbar

2013 wurde zuletzt die schönste Kellergasse ausgezeichnet, damals machte Wildendürnbach (Bezirk Mistelbach) das Rennen. Dann wurde es ruhig. "Wir als Weinviertel Tourismus wollen die Kellergassen auch touristisch erlebbar machen", klärte Geschäftsführer Hannes Steinacker auf. Er selbst ist Weinviertler und erwischte sich dabei, wie er gedacht hat, dass Kellergassen nichts Besonderes sind, weil sie immer schon da waren.

"In dieser Dichte und in dieser Form gibt es weltweit keinen zweiten Fleck wie das Weinviertel", sprach er die 40.000 Keller an. Genau dieser Einzigartigkeit müssen sich alle bewusst werden. Kultur und Geschichten müssen am Leben erhalten bleiben. "Eine Kellergasse braucht Leben", ist er überzeugt. 

Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Genuss

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) hatte die Ehre, den Preis für die schönste erlebbare Kellergasse zu überreichen. "Im Keller fühlt man sich wie Zuhause", lobte der Mostviertler die Herzlichkeit, die Gastfreundschaft und den Genuss, der von den Kellerbesitzern ausgeht.

Das spüre er  selbst immer wieder. "Die Kellergassen bringen Stadt und Land zusammen", beobachtet der Landeshauptfrau-Stellvertreter, der mit den Preisträgern und Kellergassenfreunden auf die Verleihung anstieß und eine deftige Kellerjause genoss. 

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