Weinviertler Kellerkultur wird neu, zeitgemäß und lebendig erzählt

Die Kellergassen als Alleinstellungsmerkmal und ihre Geschichten sollen für die kommenden Generationen erlebbar gemacht werden.
Kellergassenführer

Die Kellergassen mit ihren Presshäusern; der Köllamaun; die Köllerjause; das Sinnieren bei einem Achterl Wein - all das gehört zur Weinviertler Kellerkultur und ist seit vier Jahren immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

Dieses soll nun bekannter gemacht werden. Dazu tat sich der Verein der "KellergassenführerInnen im Weinviertel" mit der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg zusammen.

Das Ziel: Die regionale Identität stärken und die Kellergassen-Tradition zeitgemäß vermitteln. Die kulturelle Bedeutung der Weinviertler Kellergassen soll stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Besonders sollen bei dem Leader-Projekt junge Erwachsene angesprochen werden. 

Neue Drehbücher für Kellergassenführungen

Außerdem sollen neue touristische und pädagogische Angebote entwickelt werden. Geplant sind etwa Reels für diverse Social-Media-Kanäle. Fotodokumentationen, neue Drehbücher für zielgruppenspezifische Kellergassenführungen, Weiterbildungsangebote für Kellergassenführer sowie der Austausch mit anderen Kulturerbe–Initiativen im Rahmen einer Fachexkursion stehen ebenfalls auf der Agenda.

"Die Kellergassen sind ein zentraler Bestandteil unserer regionalen Identität und unseres sozialen Lebens", betont Eva Kreiner, Obfrau des Vereins "KellergassenführerInnen im Weinviertel". "Mit diesem Projekt wollen wir die Weinviertler Kellerkultur neu erzählen - zeitgemäß, lebendig und so, dass sie auch für kommende Generationen erlebbar bleibt."

Weinviertel soll sich touristisch weiterentwickeln

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Qualitätsentwicklung von Kellergassenführungen sowie auf nachhaltigen Mobilitätslösungen für Besucher. Damit leistet das Projekt nicht nur einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung, sondern auch zur nachhaltigen touristischen Entwicklung im Weinviertel. Das Projekt wird bis Februar 2027 umgesetzt und zu 70 Prozent durch Leader-Fördergelder unterstützt.

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