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Weinviertel: Schadenssanierer Soluto investiert in neue Europa-Zentrale

Martin Zaglers Unternehmen Soluto ist auf Schadenssanierung spezialisiert. In der neuen Europa-Zentrale in Tresdorf werden die Mitarbeiter ausgebildet.
Eröffnung Soluto

Vom ehemaligen Gerichtsgebäude am Korneuburger Hauptplatz hinaus in den Tresdorfer Gewerbepark: Das hat Martin Zagler, Gründer und Eigentümer von Soluto im ersten Moment nicht unbedingt begeistert. Doch: "14 Monate nach Barbaras Idee sind wir hier eingezogen", berichtet Zagler bei der Eröffnung der Europa-Zentrale des Unternehmens, das sich auf Schadenssanierung spezialisiert hat.

Für den Betrieb ist es ein Nach-Hause-Kommen. Denn das Stammhaus mit 85 Mitarbeitern befand sich bereits in Tresdorf. Nun eben auch die Zentrale mit zwölf Mitarbeitern, in der alle wichtigen Unternehmensentscheidungen getroffen werden.

Soluto erobert Deutschland

Vor vier Wochen hat Soluto seinen ersten Standort in Deutschland eröffnet  -  und es sollen noch mehr werden. Der Schadensanierer hat in der Metropolregion München einen Eigenstandort eröffnet. "Wir haben uns lange auf diesen Schritt vorbereitet, müssen den deutschen Markt dennoch erst in der Praxis kennenlernen. Deswegen starten wir mit einem Eigenstandort, bevor wir auch in Deutschland ein Franchise-System aufbauen“, sagt Zagler. Das Ziel ist es, schon bis 2030 über 20 Standorte in Deutschland zu betreiben.

Eröffnung Soluto Tresdorf

Eröffnung Soluto Tresdorf

Eröffnung Soluto Tresdorf

Eröffnung Soluto Tresdorf

Eröffnung Soluto Tresdorf

Eröffnung Soluto Tresdorf

In Österreich zählt das Unternehmen 280 Mitarbeiter im Franchise-System und elf Standorte. "Jeder Mitarbeiter soll mindestens eine Woche hierher kommen", sagt Zagler beim Rundgang durch den Neubau, der komplett aus Holz besteht. 

Soluto-Know-how gibt's in Tresdorf

In Tresdorf werden die Mitarbeiter geschult, aber auch Kunden und Hausverwalter. "Hier geben wir uns Know-how weiter", so der Geschäftsführer. Prokuristin Barbara Steiner, die die Idee zur Übersiedlung hatte, ist sehr glücklich mit dem neuen Standort: "Es ist kein Palast für  uns, sondern eine Heimat für alle."

"Wir haben schon große Träume. Aber wir finden auch die Möglichkeit, sie zu verwirklichen."

von Martin Zagler

Soluto-Gründer

Zagler legt in seinem Unternehmen großen Wert auf Nachhaltigkeit: "Das ist bei uns kein Feigenblatt." Das Neubau ist komplett aus Holz, draußen dreht sich ein Windrad ("Das rechnet sich nie, aber ich wollt als klana Bua immer schon ein Windrad haben."), die Pkw-Flotte ist auf E-Mobilität umgestellt, die Busse sollen folgen, eine PV-Anlage produziert ebenfalls Strom. Seit 15 Jahren gibt es außerdem einen Obstgarten auf dem Firmengelände. "Wir haben 3.000 Quadratmeter frei, die wollen wir nicht mit Parkplätzen zupflastern", erklärt Zagler, dass stattdessen jeder Mitarbeiter einen Baum gepflanzt hat. 

Große Visionen für die kommenden Jahre

2,2 Millionen Euro hat Soluto in die Europa-Zentrale investiert. "Am Hauptplatz haben wir 135.000 Euro pro Jahr Miete bezahlt; jetzt zahlen wir 150.000 Euro pro Jahr eine Leasingrate", macht Zagler kein Geheimnis aus den Zahlen. Seine Vision: Ende 2029 soll das Unternehmen 100 Millionen Euro Umsatz machen. "Wir haben schon große Träume", lacht er, "wir finden aber auch die Möglichkeit, sie zu verwirklichen".

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